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19.10.2002
Krawalle nach rechter Demonstration in Neubrandenburg

Am Rande einer Demonstration von rund 300 Rechtsextremisten ist es in Neubrandenburg zu Auseinandersetzungen zwischen linksgerichteten Gegendemonstranten und der Polizei gekommen. Jugendliche bewarfen die Beamten mit Steinen und Flaschen. Dabei wurden fünf Polizisten verletzt. Die Polizei nahm eigenen Angaben zufolge 29 Gegendemonstranten fest.

Etwa 700 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz gingen mit Hunden und Gummiknüppeln gegen die Jugendlichen vor. Diese hatten nach Polizeiangaben immer wieder versucht, den genehmigten Aufmarsch von rund 250 Angehörigen rechter Kameradschaften von der Insel Usedom und aus Brandenburg anzugreifen und durch Sitzblockaden aufzuhalten. Nach Angaben der Polizei gab es keine Verletzten, Augenzeugen berichteten hingegen, dass zahlreiche Personen von Ärzten versorgt werden mussten.

Israel-feindliche Parolen

Auf einer Abschlusskundgebung vor dem Neubrandenburger Rathaus hetzten anschließend mehrere Sprecher aus der rechtsradikalen Szene mit USA- und Israel-feindlichen Parolen. Einer der Redner erklärte Neubrandenburg zur "national befreiten Zone". Die Polizei ging gegen die Redner nicht vor. Ein Sprecher der örtlichen Polizeidirektion sagte, dass der Staatsschutz für die Dokumentation sorge und das aufgezeichnete Material erst nach dem Einsatz ausgewertet werden müsse.

Tagesschau

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