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18.10.2002
Crivitzer besichtigten Gedenkstätte Stutthof - Jugendliche beteiligten sich an Pflegearbeiten - Gespräche mit Zeitzeugen geführt
Crivitz An der Gedenkstättenfahrt nach Stuffhof und Gdansk in Polen, organisiert vom Freizeitzentrum Crivitz des Arbeiter-Samariter-Bundes, nahmen zwölf Jugendliche teil. Diese Reise trug dazu bei, klischeehafte Vorstellungen vom polnischen Nachbarland zu revidieren, vieles zur deutschen und polnischen Geschichte zu lernen und vor allem, die Kenntnisse über die Verbrechen des deutschen Faschismus am polnischen Volk zu vertiefen.
"Die Besuche in der Gedenkstätte Stutthof, die Beschäftigung mit Dokumenten und Materialien aus dem Archiv und vor allem die Pflegearbeiten, die wir in größter Hitze aber mit viel Durchhaltevermögen leisteten, brachten uns den Ort des Leidens zehntausender Menschen vieler Nationalitäten näher", resümierte Jugendberater Peter Szeczinowski.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges bis zum Tag nach der Kapitulation des deutschen Reiches war Stutthof ein Konzentrations- und Vernichtungslager. Ganz in der Nähe, auf der Westerplatte in Danzig, begann mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. Diesen Ort und die wiedererstandene Stadt hat die Crivitzer Reisegruppe besucht und interessante, bewegende Gespräche mit Zeitzeugen geführt. "Die Marienburg in Malbork und die Frauenburg in Frombork waren weitere Ziele der Reise, die uns Kreuzrittern und dem Domherren und Astronomen Kopernikus näherbrachte", so Szeczinowski.
Eine andere Jugendgruppe mit 15 Teilnehmern besuchte die internationale Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz. Auf die Gedenkstätten-Fahrten haben sich die jungen Leute durch Filme und Gespräche, auch mit dem ehemaligen Auschwitz-Häftling Herrn Kary aus Ludwigslust, vorbereitet. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Gedenkstätte der Wannsee-Konferenz in Berlin. Den Film zu diesem Ereignis und weitere Materialien übergaben die Crivitzer der Bildungsstätte. Über die Fahrt nach Auschwitz lesen Sie demnächst.
Schweriner Volkszeitung-Schwerin
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