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19.10.2002
Gewalttätige Proteste gegen Neonazi-Demonstration

Im Umfeld einer Neonazi-Demonstration ist es am Samstag in Neubrandenburg zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Im Umfeld eines Aufmarsches rechter Kameradschaften und der NPD ist es am Samstag in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) zu Ausschreitungen gekommen. Personen aus der autonomen Szene griffen die Demonstranten sowie die Polizei mit Flaschen und Steinen an, berichtete die Nachrichtenagentur ddp. Als die Gegendemonstranten versuchten, mit Sitzblockaden den Umzug zu stoppen, räumte die Polizei unter Einsatz von Schlagstöcken und Hunden die Straße.

Dabei nahm die Polizei 29 Protestierer in Gewahrsam und sprach insgesamt 58 Platzverweise aus, teilte ein Polizeisprecher am Abend mit. Verletzte hat es nach seinen Angaben nicht gegeben. Dagegen wollen Augenzeugen laut ddp gesehen haben, dass mehrere Personen von Ärzte versorgt werden mussten.

Auf einer Abschlusskundgebung vor dem Neubrandenburger Rathaus hetzten anschließend mehrere Sprecher aus der rechtsradikalen Szene mit USA- und Israel-feindlichen Parolen. Einer der Redner erklärte Neubrandenburg zur «national befreiten Zone».

Die Polizei ging gegen die Redner nicht vor. Auf Anfrage von ddp sagte dazu ein Sprecher der Polizeidirektion Neubrandenburg, dass der Staatsschutz für die Dokumentation sorge und das aufgezeichnete Material erst nach dem Einsatz ausgewertet werden müsse. (nz)

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