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16.10.2002
Konzertabend fand Resonanz bei Jugend - "Reggae Ska-Soul-Tour" rappte in Ludwigslust
Ludwigslust "Laut Gegen Rechte Gewalt" waren letzte Woche nicht nur die "Schüler Gegen Rechts", sondern mit ihnen auch viele andere Jugendliche. Am Freitagabend hatte die "Reggae-Ska-Soul-Tour" in Ludwigslust Halt gemacht. Bis 23 Uhr rappten und sangen Ferris MC, DJ Stilwazr, Bantu und Patrice in der Techentiner Sporthalle. Die "Reggae Ska-Soul-Tour" tourt unter dem Motto "Laut Gegen Rechte Gewalt" durch ganz Deutschland, um die Menschen auf die immer größer werdende rechte Szene, vor allem in den neuen Bundesländern, aufmerksam zu machen.
Die Ludwigsluster Gruppe "Schüler Gegen Rechts" (SGR), die diese Veranstaltung zum größten Teil organisierte, wollte mit diesem Konzert mehr. SGR-Mitglied Ole Krüger: "Wir wollten den Ludwigslustern etwas anbieten, was sie anspricht und sie für unser Anliegen sensibilisiert und wollten auch zeigen, dass bei uns der multikulturelle Gedanke gut aufgehoben ist."
Mit seinem Engagement gegen rechte Gewalt sieht sich die Ludwigsluster 20 Mitglieder zählende Schülergruppe erst am Anfang ihrer Möglichkeiten und hofft noch mehr Mitstreiter zu finden. Die Gruppe trifft sich jeden Dienstag um 18 Uhr im Café des Zentrums für Erholung, Bildung und Freizeit (ZEBEF) und ist auch im Internet unter www.sgr-mv.de bzw. per E-Mail unter info@sgr-mv.de zu erreichen.
Übrigens: Dass die Ludwigsluster "Schüler Gegen Rechts" das Konzert holten, haben sie dem Zusammentreffen mit Ade zu verdanken. Ade, der bei den "Brothers Keepers" sowie bei "Bantu" singt, war vor Monaten in Ludwigslust. Dort wurde bei einem Gespräch auch die Idee zu dem Freitag-Konzert geboren.
Ludwigslusts Bürgermeister Hans Jürgen Zimmermann begrüßte die Organisation des Konzertabends und stellte erfreut fest, dass so viele Jugendliche dafür Interesse zeigten. Gut besucht waren am Freitag auch die Stände von Vereinen und Organisationen, die sich gegen rechte Gewalt engagieren, z.B. die LOBBI aus Wismar, die Opfern rechter Gewalt vor allem juristische Hilfe anbietet. Auch das Netzwerk für Demokratie und Toleranz des Landkreises war präsent sowie der Jugendrat der Stadt.
Schweriner Volkszeitung-Ludwigslust
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