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29.12.2004
Für Gedenkstein im Dorf die Meinung aller gefragt - Diskussion vor allem mit älteren Einwohnern von Witzin

Witzin - Im Dorf einen Gedenkstein an die Opfer des 2. Weltkrieges aufzustellen, wurde vor längerem durch Witziner Bürger angeregt.

Die Gemeindevertretung prüft seitdem die Möglichkeiten dafür und versucht in Erfahrung zu bringen, wie andere Einwohner darüber denken.

Erst kürzlich hatte sich der Sozialausschuss der Gemeinde mit älteren Bürgern getroffen, um über das Thema zu reden. "Die Meinungen über so einen Gedenkstein gehen auseinander", berichtete Franz Fiedler auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Es gibt vor allem die Sorge, meinte er, dass man vielleicht nicht mehr alle Gefallenen zusammen bekommt. Oder dass es so viele sind, dass man sie nicht alle einzeln aufzählen kann. Außerdem sei angeregt worden, so Fiedler, dass man bei dieser Sache auch die Aussiedlerproblematik im 2. Weltkrieg nicht vergessen dürfe, wodurch ja viele Angehörige verloren haben. "Es war eine sehr gute und konstruktive Diskussion", schätzte Fiedler ein.

Noch nicht klar geworden sei man sich allerdings darüber, meinte er, ob man einen Gedenkstein mit Namen oder ohne Namen und lediglich einer allgemeinen Inschrift aufstellen sollte. Darüber wollen heute nochmal Bürgermeister Bruno Urbschat, die Gemeindevertreter Franz Fiedler und Willfried Thomä sowie Pastor Siegfried Rau gemeinsam beraten.

Wichtig aber sei vor allem, findet Fiedler, aus der Bevölkerung eine repräsentatives Meinungsbild über dieses Thema zu erhalten. "Denn der Gedenkstein soll ja Würdigung der Toten und Mahnung sein für jetzt und die Zukunft".

Schweriner Volkszeitung-Sternberg

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