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28.12.2004
560 Anfragen von ehemaligen Zwangsarbeitern

Grevesmühlen - Das Kreisarchiv erhält immer wieder Anfragen von polnischen und ukrainischen Bürgern, die ihre Arbeits- und Aufenthaltszeiten als Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland bestätigt haben wollen. In den Jahren bis 2001 waren es durchschnittlich acht bis zehn Anfragen pro Jahr. Seit der Auszahlung von Entschädigungsgeldern hat das Kreisarchiv in einem zweijährigen Internetprojekt bisher 560 Anfragen bearbeitet. Fehlende Unterlagen erschweren die Beantwortung.

Die dafür notwendigen Dokumente der ehemaligen Arbeitsämter gingen im Krieg verloren oder wurden vernichtet. Das Kreisarchiv muss umfangreich recherchieren, um den Betroffenen wenigstens anhand der Angaben Plausibilitätsbescheinigungen erstellen zu können. Obwohl mehrere Tausend im Kreisgebiet als Zwangsarbeiter eingesetzt waren, können von den Anträgen nur drei bis fünf Prozent namentlich nachgewiesen werden. Mit einem Anteil von 18 bis 20 Prozent positiv beschiedener Anfragen entspricht das Kreisarchiv dem Durchschnitt von Mecklenburg-Vorpommern.

Ostseezeitung-Grevesmühlen

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