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23.12.2004
Sie ist für mich die schönste Stadt - Ueckermündes Bürgermeisterin Heidi Michaelis möchte trotz vieler Probleme mit niemandem tauschen
Ueckermünde. Kaum zu glauben: Das Jahr 2004 ist fast schon wieder vorbei. Bürgermeisterin Heidi Michaelis nahm sich im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Simone Weirauch ein wenig Zeit, um zurück zu blicken.
Waren Sie jeden Tag in diesem Jahr glücklich auf Ihrem Bürgermeisterstuhl?
Ich hatte gar keine Zeit, darüber nachzudenken oder in mich hinein zu horchen, ob ich glücklich bin. Die Zeit war einfach zu intensiv. Aber ich bin zufrieden mit den meisten Dingen, die wir in der Stadt geschafft haben, und das macht mich glücklich. Ueckermünde ist für mich die schönste Stadt.
Gab es Situationen, in denen Sie gern mit jemandem getauscht hätten?
Nein. Für mich ist immer klar gewesen: Ich habe mich in dieses Amt wählen lassen, ich muss mit jeder Situation klar kommen, ob es mir passt oder nicht.
Dabei dürfte es in den bevorstehenden Sparrunden nicht immer sehr angenehm für die Bürgermeisterin sein.
So ist es. Alle sind dafür, dass in Ueckermünde gespart werden muss, aber niemand möchte unmittelbar betroffen sein. Und das geht nicht. In den Jahren zuvor wurde viel übers Sparen geredet, nun tun wir es. Ich bin froh, dass die Stadtvertreter diesen Weg mitgehen.
Gab es einen Tag, den Sie nicht so schnell vergessen werden?
Es gab mehrere Ereignisse, die mir noch lange in guter Erinnerung bleiben. Beispielsweise die Übergabe der Klappbrücke, die nach historischem Vorbild gefertigt worden ist. Ich war Gast auf dem großartigen 1. Landesturnfest, das in Ueckermünde stattgefunden hat - die lebensfrohe Atmosphäre dieses Festes hat mich sehr beeindruckt. Aber auch jeder fertig gestellte Abschnitt in Ueckermündes Grüner Mitte ist mir in Erinnerung, denn die Gestaltung der Oststadt liegt mir sehr am Herzen.
Welche Ereignisse würden Sie am liebsten aus dem Jahresrückblick ausblenden?
Ich wäre froh, wenn wir uns nicht mit den rechtsradikalen Vorfällen und den Aufmärschen in der Haffstadt beschäftigen müssten. Aber davor kann nun einmal niemand die Augen verschließen, vor allem nicht die Bürgermeisterin. Und das will ich auch nicht.
Welche war wohl in diesem Jahr die größte Leistung, die in Ueckermünde vollbracht wurde?
Ach wissen Sie, ich kann einfach keine einzelne Leistung über eine andere stellen. Sind es die Anstrengungen aller Veranstalter, die die wunderbaren, großen Feste in Ueckermünde organisiert haben? Oder sind es die erfolgreichen Bemühungen all jener, die für die leisen Töne sorgen und auch viele Menschen erreichen? Beispielsweise Herr Brandstädt, der mit dem Verein Weitblick e. V. und Partnern aus der Stadt Konzerte, Lesungen und das Sommerkino auf dem Hof seiner Buchhandlung veranstaltet. Sie alle bereichern das Leben in Ueckermünde und geben ihr ein gewisses Flair.
Was wünschen Sie Ihrer Stadt und deren Bewohnern?
Ich wünsche uns von ganzem Herzen, dass es gelingen möge, größere Unternehmen hier anzusiedeln, die Arbeit für die Ueckermünder bringen. Wir arbeiten sehr ernsthaft an diesem Thema.
Nordkurier-Ueckermünde
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