|
16.10.2002
Süssmuths Bekenntnis zur Zuwanderung - Politikerin würdigte Arbeit des Ausländerbeirats zu dessen Jubiläum in Rostock
Nicht viele Freunde in der eigenen Partei machte sich CDU-Politikerin Rita Süssmuth, als sie den Vorsitz der von Kanzler Schröder einberufenen Zuwanderungskommission übernahm. Als Expertin in Sachen Migration hatte sie der Ausländerbeirat zur Feier seines zehnten Geburtstags nach Rostock eingeladen.
Auch ohne aktive Rolle, so kündigte die frühere Bundesministerin und Bundestagspräsidentin an, wolle sie sich zukünftig weiter intensiv mit der Situation von Migranten beschäftigen. "Dieses Land braucht Zuwanderung", machte sie ihre Position deutlich. Auch angesichts der großen Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern solle jetzt gegen den Trend gedacht werden. Die Gesellschaft müsse die Integration der hier lebenden Ausländer verbessern, aber auch verschiedene Identitäten zulassen. Das neue Zuwanderungsgesetz, so es denn im Januar kommt, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Den in den vergangenen zehn Jahren eingeschlagenen Weg fortzusetzen, heißt die Aufgabe für den Ausländerbeirat, betonte dessen Vorsitzender Assion Akutey-Akue. Interkulturelle Erziehung und Arbeit gegen Fremdenfeindlichkeit sind fortzusetzen. Außerdem müsse der Waldemarhof als Treffpunkt erhalten bleiben. Als Ziel nannte Akutey-Akue auch die Beteiligung von Nicht-EU-Ausländern an Kommunalwahlen.
Schweriner Volkszeitung-Rostock
|