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12.12.2004
Sozialministerium in der Kritik wegen Integrationskonzept
Rostock (OZ/D.K.) "Erfolgreiche Integration ist kein Zufall" - unter dieses Motto hatte die Heinrich-Böll-Stiftung M-V gestern eine Fachtagung mit 80 Akteuren aus Vereinen, Verbänden, Institutionen des Landes gestellt. Die deutsche Gesellschaft habe Ausländer jahrzehntelang nur als Gastarbeiter betrachtet. Nun werde Zuwanderung als unumkehrbarer Prozess anerkannt, Ausländerpolitik wandle sich allmählich zur Integrationspolitik, sagte die Bundesintegrationsbeauftragte Marie-Luise Beck.
In M-V leben nach Angaben des Sozialministeriums 40 000 Ausländer und 20 000 Spätaussiedler. Im November 2005 soll ein Landesintegrationskonzept verabschiedet werden. "Das ist terminlich nicht mehr zu schaffen", ärgert sich Georg Jank, Sprecher des Fachausschusses Migration in der Liga der Freien Wohlfahrtsverbände, der das Konzept mit vorbereiten soll. Vom Sozialministerium käme wenig Unterstützung, weder personell noch mit konkreten Zielvorgaben. Der politische Wille verkomme hier zur Worthülse.
Ostseezeitung
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