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07.12.2004
Anzahl der Flüchtlinge geht stetig zurück - Ostvorpommern liegt unter Landesdurchschnitt
Von unserer Mitarbeiterin Dietgard Oberst
Ostvorpommern. Im hiesigen Landkreis waren am 31. Dezember 2003 insgesamt 337 Asylbewerber angemeldet. Damit befindet sich Ostvorpommern unter dem Durchschnittswert aller Kreise in Mecklenburg-Vorpommern. Das geht aus den Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Schwerin hervor.
Insgesamt lebten im Dezember des vergangenen Jahres rund 5800 Asylbewerber im Land. Zum Vergleich: Im Jahr 1999 waren es noch etwa 1000 Flüchtlinge mehr. Seitdem sank deren Zahl stetig. So entfielen im vergangenen Winter nur noch durchschnittlich 33,2 Flüchtlinge auf jeweils 10 000 Einwohner des Landes.
Im Kreis Ostvorpommern lag diese Zahl bei 29,9. Bezogen auf diese Zahl der Einwohner lebten im Kreis Demmin die meisten Asylbewerber (46), es folgten Greifswald (45,9) und der Kreis Ludwigslust (45). Am wenigsten waren es in der Landeshauptstadt (14,7) und in Rostock (19,7). Mehr als ein Drittel der Asylbewerber stammt aus Europa, vor allem aus Serbien und Montenegro. Etwa jeder achte kam aus der Türkei. Etwa jeder fünfte Flüchtling kam aus Afrika nach Mecklenburg-Vorpommern. Aus Asien stammen 40 Prozent aller Asylsuchenden, allein sechs Prozent kommen aus Vietnam, teilt das Statistische Landesamt mit.
In der Regel kommen mehr Männer als Frauen ins Land. Sie kommen allein, ohne ihre Familien. Im Kreis Ostvorpommern lebten im Dezember vergangenen Jahres 219 männliche Asylbewerber, das waren 65,0 Prozent der Flüchtlinge, aber nur 118 Frauen.
Die reinen Ausgaben für Leistungen an Asylbewerber beliefen sich für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2003 auf rund 31 Millionen Euro. Das waren rund 2,5 Millionen Euro weniger als 1999, als die Zahlungen einen Höchststand erreicht hatten. In der Regel wird der Unterhalt der Flüchtlinge in Sachleistungen und Wertgutscheinen sicher gestellt. Selten werden Geldleistungen gewährt.
Nur die wenigsten Flüchtlinge dürfen letztlich auch in Deutschland bleiben. Von den fast 94 000 Entscheidungen, die das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge im Jahr 2003 fällte, fielen nur 1,6 Prozent zu Gunsten des Antragstellers aus. In 1,7 Prozent der Fälle wurde ein Abschiebeschutz ausgesprochen.
Nordkurier-Anklam
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