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07.12.2004
Säckeweise Spielzeug gespendet - Große Resonanz auf Aktion für Kinder in Asylbewerberfamilien
Anklam (ab). "So viel!" Beim Anblick mehrerer blauer Säcke und Kartons voller Plüschtiere, Spielzeug und Bücher für die Kinder in Asylbewerberfamilien verschlug es Ilse Hennig in der DRK-Kleiderkammer in der Ravelinstraße für einen Moment die Sprache. Die Anklamerin vom Bündnis "Bunt statt Braun" holte gestern die Spenden ab, die morgen bei einer Feier im Asylbewerberheim verteilt werden (wir berichteten).
Ihr Mann bekam gar nicht alle Sachen in den Pkw und musste zweimal fahren. Ilse Hennig geht davon aus, dass nicht nur die Kinder im Heim, sondern auch die in dezentral untergebrachten Familien Spielzeug bekommen und bedankt sich bei allen, die gespendet und die Aktion unterstützt haben. "In erster Linie bei meinem Mann. Wenn ich eine Idee habe, macht er immer mit", sagt die rührige Anklamerin, die für die Mitarbeiter in der Kleiderkammer ein Kaffeepäckchen als Dankeschön parat hatte, weil sie die Spenden entgegen genommen haben. Ilse Hennig bedankt sich bei Bewohnern der Seniorenresidenz im Buchenweg, die in Handarbeit Puppensachen angefertigt haben, und bei Gudrun Grieb vom Arbeiter-Samariter-Bund, die mit Aussiedler-Frauen gestrickt und gehäkelt hat, bei Landrätin Barbara Syrbe, "die mich auf die Idee gebracht und sich dafür eingesetzt hat, dass ich 200 Euro von der Sparkasse bekomme". Auch "Bunt statt Braun" stellte ihr aus dem Preisgeld, das das Bündnis mit der Verleihung der Hermann-Kesten-Medaille erhalten hat, 200 Euro für Lehr- und Wörterbücher zur Verfügung.
Für Ilse Hennig ist die Kuscheltier-Aktion eine Form der echten, praktischen Integration. "An der Weihnachtsfeier nehmen sowohl muslimische als auch christliche Kinder teil und jeder bekommt etwas."
Nordkurier-Anklam
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