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03.12.2004
Integrations-Idee stößt in der Reuterstadt auf Skepsis
Von unserem Redaktionsmitglied Jens-Uwe Berndt
Stavenhagen. Es geht um die Integration benachteiligter Jugendlicher, speziell Aussiedler und Asylbewerber. Dafür will das Kreiskirchliche Diakonische Werk Demmins ein dreijähriges Modellprogramm ins Leben rufen. Und Stavenhagen soll sich das Ganze pro Jahr 5000 Euro kosten lassen. Auf der jüngsten Sozialausschusssitzung stand der Antrag des Diakonischen Werks zur Debatte, fand aber nicht nur wohlwollende Worte. "Grundsätzlich stehen wir dem Ansinnen aufgeschlossen
gegenüber", sagte Ausschussvorsitzender Lutz Trautmann (CDU).
"Allerdings nicht unter diesen Verteilungsverhältnissen." Demnach seien wohl derzeit vier Städte mit im Boot. Dargun habe abgelehnt, Demmin und Tutow seien bereit, unter Umständen jeweils 1000 Euro beizusteuern. Und die Reuterstadt soll mit den genannten 5000 Euro mitmachen.
"Ich habe ganz große Probleme mit diesem Finanzplan", meinte auch Ausschussmitglied Klaus Salewski (PDS), der in der Kostenaufstellung Ungereimtheiten entdeckte. "Wir sollten uns die Antragsteller einladen und das Ansinnen bis zur nächsten Sitzung zurückstellen." Diesem Vorschlag wurde einstimmig entsprochen.
Auch Bürgermeister Bernd Mahnke - an ihn hatte das Diakonische Werk ein Anschreiben gerichtet - hegt Bedenken. Nicht nur wegen der Kosten, denn das Stadtoberhaupt ist sich mit Lutz Trautmann in einem weiteren Punkt einig: "Integration wird von uns bereits intensiv betrieben", sagt Mahnke. "In den Kindertagesstätten, in den Schulen und Jugendklubs." Von daher hatte Trautmann schon auf der Sitzung zu bedenken gegeben, dass dieses "Modellprogramm zur Integration von jugendlichen Migranten" nur Sinn mache, wenn es den Reuterstädter Aktivitäten wesentliche Bestandteile hinzufüge. Eine parallele Aktion sei unnötig.
Nordkurier-Teterow
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