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01.12.2004
Stolpersteine gegen das Vergessen - Pasewalker Museumsverein setzt Idee um
Pasewalk (ni). Im nächsten Jahr werden die Pasewalker und Gäste über besondere Steine "stolpern" können. In manchen Straßen und Plätzen sich vom grauen Pflaster mit einer Messingplatte versehen, zehn Mal zehn Zentimeter groß, abheben und an jüdische Menschen erinnern, die einst in der Kreisstadt wohnten und hier ihre Wirkungsstätte hatten.
Auf Initiative des Pasewalker Museumsfördervereines soll auf diese Weise die Erinnerung an sie wach gehalten werden. Dr. Egon Krüger, einer der Vereinsmitglieder, hat gemeinsam mit der Pasewalkerin Christel Bredlow in akribischer Kleinarbeit 40 jüdische Familien und ihre einstige Wohnadresse ausfindig gemacht und dazu eine Straßenlegende erarbeitet. Laut alten Adressbüchern waren es einst 243 jüdische Bürger, die in Pasewalk um 1939 gelebt haben. Damit war Pasewalk nach Stettin die Stadt Nummer zwei in Pommern, in der am meisten Juden lebten. "Wir hoffen, die ersten fünf 'Stolpersteine' im
August 2005 verlegen lassen zu können", informiert Egon Krüger.
Finanziert werde das Projekt ausschließlich über Spenden und Sponsoren. 95 Euro kostet die Patenschaft für einen dieser Steine. Firmen, Vereine und Einzelpersonen können hier wirksam werden. Wie beim letzten Stammtisch des Museumsfördervereines zu erfahren war, gibt es schon erste Interessenten, die einen Stolperstein für Pasewalk spendieren wollen.
Nordkurier-Pasewalk
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