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01.12.2004
Schulsozialarbeit im Kreis gesichert - Mittel aus Fachkräfteprogramm vergeben - Aufregung um Streetworker
Ostvorpommern (ab). Ostvorpommern erhält aus dem Fachkräfte-Programm des Landes im kommenden Jahr zwar rund 30 000 Euro weniger - insgesamt etwa 500 000 Euro. Trotzdem können alle Schulsozialarbeiter und die 23 Jugendsozialarbeiter im Kreis auch 2005 arbeiten. Auf Vorschlag von Eckhard Behnke vom Jugendamt beschloss der Jugendhilfeausschuss des Kreistages während seiner jüngsten Sitzung, maximal so viel pro Jugendsozialarbeiter zu bewilligen, wie auch dieses Jahr gezahlt wurde, und deren Höchstförderung von rund 15 300 Euro pro Stelle auf 13 800 zu reduzieren. Damit könne man den Fehlbedarf ausgleichen.
Große Aufregung herrschte allerdings um die Streetworkerstelle in den drei Kaiserbädern. Nach Angaben Behnkes hat die Gemeinde Heringsdorf, wo der Kaiserbäder-Streetworker "verwaltet" wird, als einzige den Melde-Termin durch "ein Versehen der Verwaltung" nicht eingehalten, so dass diese Stelle laut Behnke nicht mehr eingearbeitet werden konnte. Das Jugendamt schlug deshalb dem Ausschuss vor, Heringsdorf nicht zu berücksichtigen.
Friedrich von Kymmel, Ausschussmitglied und Pastor in Mellenthin, fiel bei dieser Ankündigung aus allen Wolken. "Ich habe um diese Stelle gekämpft, Hintergrund war der Mord an einem Obdachlosen. Ich mache mir inhaltlich Sorgen", sagte er. Rechtsextremismus sei in den Kaiserbädern nach wie vor ein Problem, die Stelle sei wichtig. Da die genehmigten Landesmittel nun schon für die 22 Stellen knapp sind, "rettete" Vize-Landrat Armin Schönfelder (CDU) die Situation und unterbreitete den Vorschlag, dass der Kreis 10 000 Euro für die Heringsdorfer Stelle aufbringt. Bei den für die Freizeiteinrichtung "NUSS" geplanten Mitteln gebe es nach der Vergabe (wir berichteten) einen Spielraum, "den wir noch durch Mittel aus einem anderen Topf aufstocken können", sagte er.
Nordkurier-Anklam
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