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12.10.2002
Afrikaner kämpfen mit Musik für Demokratie - Asylbewerber aus Togo erwarten Gast zur Diskussion in Neubrandenburg

Neubrandenburg (mg). Ein ehemaliger Minister aus dem westafrikanischen Togo besucht heute die Afrika Song Group "Assile Assime" (Händedruck). Die Asylbewerber aus Togo, die sich in der Viertorestadt zu einer Musikgruppe zusammengefunden haben, erwarten ihren Landsmann im Exil zu einer Gesprächsrunde beim Soziokulturellen Zentrum. Ihr Thema: Der Kampf gegen die Diktatur und für Demokratie in ihrem fernen Heimatland. Ein Kampf, der mit Trommeln und Kugelschreibern geführt wird statt mit Waffen, wie Tatati Tahiti, einer der Neubrandenburger Musiker, erklärt.
Denn damit die jungen Männer in ihren Heimat zurückkehren können, wollen sie demokratische Veränderungen befördern. Ihren Schilderungen zufolge waren sie mit dem Regime von Diktator Eyadema, dem togolesischen Ministerpräsidenten, in Konflikt geraten und aus Angst vor Gefängnis oder Tod geflohen. Der Vorwurf: Eyadema habe die Verfassung gebrochen und sei statt der zwei zulässigen Wahlperioden seit 36 Jahren im Amt. "Er muss weg." Lieder der Song Group wie "Einheitsstimmzettel", "Togo ist verdorben" oder "Das Leben eines Flüchtlings" bringen Forderungen nach Unabhängigkeit und Demokratie zum Ausdruck, thematisieren aber auch die Probleme der Asylbewerber in Deutschland. Die Musiker haben bereits eine CD herausgebracht. Ein Exemplar ging an Amnesty International.

Nordkurier-Neubrandenburg

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