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10.11.2004
Rechter Infostand sorgte für Empörung
Greifswald - Der rechtsradikale "Heimatbund Pommern" präsentierte sich am Wochenende auf dem Marktplatz in Greifswald. Der Infostand mit lautstarker Musik rief Empörung hervor. So zeigte sich eine Touristin aus Kiel, die gerade zu Besuch in unserer Stadt weilte, in einem Leserbrief an die OZ entsetzt über die Gleichgültigkeit anderer Passanten: "Niemand reagierte irritiert, man ging nur schnell weiter." Auch in der Buchhandlung Weiland, in der sie etwas kaufen wollte, habe sich offenbar niemand an der ohrenbetäubenden Beschallung mit rechtsextremistischen Liedern gestört, so die Touristin.
Wie die Pressestelle der Hansestadt auf OZ-Anfrage erklärte, sei es richtig, dass die Stadt mit dem "Heimatbund Pommern" einen Mietvertrag zur Nutzung des Marktplatzes am Sonnabendnachmittag abgeschlossen habe. Nach Prüfung aller gesetzlichen Vorschriften habe es keinen Grund gegeben, dies zu verweigern. Es bestehe der Gleichheitsgrundsatz, der "Heimatbund Pommern" sei keine verbotene Organisation.
Ostseezeitung-Greifswald
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