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11.10.2002
Risse in Landes-PDS treten zutage - Unterschiedliche Positionen zu Kandidaten für Bundesvorsitz
Schwerin/Neubrandenburg Kurz vor dem Bundesparteitag am Wochenende in Gera wird in der PDS weiter heftig über Personalfragen gestritten. Der stellvertretende Ministerpräsident von Mecklenburg- Vorpommern, Helmut Holter (PDS), forderte gestern einen personellen Neuanfang an der Parteispitze ohne die jetzige Vorsitzende Gabi Zimmer. Auch Mecklenburg-Vorpommerns PDS-Landeschef Peter Ritter rückte von Zimmer ab: Sein Favorit für den Parteivorsitz sei Bartsch, sagte Ritter. Er sehe mit ihm an der Spitze gute Chancen für einen Neuanfang der Partei.
Einen "programmatischen und personellen Neuanfang" ihrer Partei forderte unterdessen die Neubrandenburger PDS-Vorsitzende Irina Parlow. Mit Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch, der auf dem Parteitag für den Bundesvorsitz kandidieren will, sei dies jedoch nicht zu machen. Bartsch stehe für eine "zentralistische Führung der Partei und ein Liebäugeln mit der Macht um jeden Preis". Er sei mitverantwortlich für das "Verschwinden von sozialistischen Idealen innerhalb der PDS". Parlow kritisierte, dass sowohl Bartsch als auch Holter die Regierungsbeteilung der Linkssozialisten als "Wert an sich" darstellten.
Nordkurier
Ostseezeitung
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11.10.2002
Ritter und Holter für Neuanfang der PDS auf Bundesebene
Schwerin (dpa) PDS-Landeschef Peter Ritter ist für die Erneuerung der Parteispitze. Er begrüßt Dietmar Bartschs Kandidatur auf dem PDS-Bundesparteitag in zwei Tagen in Gera. Mit dem Bundesgeschäftsführer an der Spitze bekomme die Regierungsbeteiligung in Schwerin und Berlin einen anderen Stellenwert. Bisher wird "unsere Regierungsarbeit eher argwöhnisch beäugt, als kritisch unterstützt." Ritters Aussage löste in der Nordost-PDS Kritik aus. Neubrandenburgs PDS- Chefin Parlow sagte, dass der PDS mit Bartsch kein Neuanfang gelinge. Andre Zabel klagte, unter den Vorstandsmitgliedern der Landespartei habe es keine Abstimmung zur Kandidatur gegeben. Ritter betonte dass er den Delegierten keine Empfehlung für Bartschs Wahl geben werde. Auf Seiten Ritters steht Arbeitsminister Holter, der Parteichefin Zimmer nahe legte, auf eine Kandidatur zu verzichten.
Ostseezeitung
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