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02.11.2004
Anschlag auf Döner-Imbiss

Sagard - Sämtliche Mülltonnen mit Essens- und anderen Resten ausgekippt, das Stromkabel gekappt, die Wasserleitung rausgerissen - dieses Bild bot sich Süleyman Oruc gestern, als er am Morgen am familieneigenen Döner-Imbiss angelangt war. Der steht auf dem Parkplatz vor der Teppich-Domäne in Sagard, und dort haben am Wochenende Vandalen ihr Unwesen getrieben. Mit dem Ergebnis, dass sich der 36-Jährige nicht um seine Kundschaft kümmern konnte, sondern die Polizei rufen und dann Klarschiff machen musste.

Seinen Worten zufolge sei die Tat der vorläufige Höhepunkt von Tätlichkeiten gegenüber dem Döner-Imbiss gewesen. "In der Woche zuvor ist von montags bis freitags jeden Tag das Kabel zum Wagen heraus gerissen, ist die eine und andere Tonne ausgekippt worden", sagt Oruc, der seit 10 Jahren in Deutschland und seit fast zwölf Monaten auf Rügen wohnt: "Aber so etwas wie das hier habe ich noch nicht erlebt." Deshalb haben er und seine Familie, die noch einen weiteren Imbiss in Bergen Süd hat, auch gestern nicht lange überlegt und die Polizei gerufen: "Man muss doch irgendetwas dagegen machen", so Oruc und zeigt auf den Stein, mit dem auf die Wand neben der Wagentür eingeschlagen wurde.

Das alles hat die Polizei dokumentiert: "Wir waren draußen, haben Fotos gemacht, die Spuren gesichert und beginnen jetzt mit den Ermittlungen", so Hans-Jürgen Psotta gegenüber der OZ. Im übrigen, so der Leiter der Polizeistation Sassnitz, sei der Parkplatz ein Treffpunkt der Jugendlichen, "mit denen vor allem die Teppich-Domäne und der Aldi-Markt Probleme gehabt haben". Einen rechtsradikalen Hintergrund schließe er aus. Süleyman Oruc zeigt dagegen auf zwei Hakenkreuzritzereien an der Wagenwand.

Ostseezeitung

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