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09.10.2002
Hakenkreuz auf Tor zu Hagenows Ehrenfriedhof - Staatsschutz ermittelt gegen Unbekannt

Hagenow (ddp) In Westmecklenburg ist erneut eine Gedenkstätte für Opfer des Nazi-Regimes geschändet worden. Unbekannte haben das Eingangsportal zum Hagenower Ehrenfriedhof für KZ-Opfer mit einem etwa 20 Zentimeter großen Hakenkreuz beschmiert. Seit wann sich das NS-Symbol an dem Eichenholztor befinde, sei noch nicht geklärt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Schwerin am Dienstag.

Kriminaltechniker versuchten derzeit, die schwarze Farbe zu analysieren, mit der die Schmiererei auf den Eichenpfosten angebracht wurde. Die Staatsschutzabteilung der Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verwendens von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

In den vergangenen Monaten waren in Mecklenburg mehrfach Gedenkstätten und jüdische Friedhöfe geschändet worden. Betroffen war unter anderem die KZ-Gedenkstätte in Wöbbelin, wo ein Relief zerstört wurde. Die Ermittlungen seien bislang ohne Erfolg geblieben, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes.

Auf dem Hagenower Ehrenfriedhof waren im Mai 1945 auf Anweisung der amerikanischen Besatzungstruppen 144 tote KZ-Häftlinge aus dem Wöbbeliner Lager beerdigt und Holzkreuze errichtet worden. Später wurde ein Gedenkstein aufgestellt, dessen Inschrift der US-Kommandeur festgelegt haben soll. Die Inschrift endete mit den Worten "Gott ist unsere Zuflucht und Stärke".

Nach Angaben des Hagenower Ortschronisten Kuno Karls hatten die DDR-Behörden diese Zeile später mit Blumenkästen zugehängt. In den 60er Jahren wurden zudem die Kreuze entfernt und die Grabhügel eingeebnet.

Schweriner Volkszeitung

09.10.2002
Hagenower Ehrenfriedhof mit Hakenkreuz beschmiert

Hagenow (ddp) In Westmecklenburg wurde erneut eine Gedenkstätte geschändet. Unbekannte haben das Eingangstor zum Hagenower Ehrenfriedhof für KZ-Opfer mit einem etwa 20 Zentimeter großen Hakenkreuz beschmiert. Seit wann sich das NS-Symbol am Holztor befinde, ist nach Polizeiangaben ungeklärt. Derzeit versuchen Kriminaltechniker die schwarze Farbe zu analysieren. Die Staatsschutzabteilung der Kripo ermittelt wegen des Verwendens von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

In den vergangenen Monaten waren in Mecklenburg mehrfach Gedenkstätten und jüdische Friedhöfe geschändet worden. Betroffen war unter anderem die KZ-Gedenkstätte in Wöbbelin, wo ein Relief zerstört wurde. Die Ermittlungen seien bislang ohne Erfolg geblieben, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes.

Ostseezeitung

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