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26.10.2004
Kindermord: Zeugin belastet Angeklagten
Schwerin (dpa) Im Prozess um die brutale Tötung eines siebenjährigen Mädchens in Schwerin hat gestern eine Nachbarin des Opfers von ausländerfeindlichen Drohungen durch den Angeklagten berichtet. Der Mann habe sie und ihre farbige Tochter beschimpft und bedroht, berichtete die Frau. "Entweder bringe ich dich um oder deine Mutter", zitierte die Zeugin vor dem Landgericht den Angeklagten. Er habe auch öfter laut ausländerfeindliche Parolen gegrölt.
Der Mann soll laut Anklage ein siebenjähriges Mädchen aus einem Nachbaraufgang getötet und missbraucht haben. Das Opfer hatte einen algerischen Vater.
Er habe das Mädchen im April zufällig im Treppenhaus getroffen und spontan in seine Wohnung gezerrt, hatte der 21-jährige Angeklagte an einem früheren Verhandlungstag vor Gericht berichtet. Weil das Kind schrie, habe er es mit mehreren Stichen getötet. Laut Anklage verging sich der Mann anschließend an dem toten Mädchen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord, versuchte sexuelle Nötigung und versuchten sexuellen Missbrauch vor.
Der rechtsmedizinische Gutachter stellte fest, dass das Kind an den Schnittverletzungen am Hals gestorben ist. Dem toten Mädchen seien dann noch weitere Stiche versetzt worden. Der Prozess wird am 28. Oktober fortgesetzt. Möglicherweise werden dann auch die Plädoyers gehalten.
Ostseezeitung
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