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09.10.2002
Mit Musik Stellung gegen rechts beziehen - Verschobenes Konzert findet am 11. Oktober in Ludwigslust statt

Lübz/Ludwigslust Das ursprünglich für den 22. August angesetzte Konzert "Laut gegen rechte Gewalt" in Ludwigslust, das wegen der Hochwasser-Situation verschoben werden musste, findet nun am 11. Oktober ab 19 Uhr in der Ludwigsluster Sporthalle statt.

"Neonazis sind dort stark, wo andere Jugendkulturen schwach sind", haben sich die Veranstalter zum Motto genommen. Unterstützt vom Magazin Stern, Eastpak, dem WOM-Journal, der Amadeou-Antonio-Stiftung, Brothers Keepers und dem Büro LÄRM werden die Hip-Hop-, Ska- und Reggaekünstler Patrice, FerrisMC&DJ Stylewarz und Brothers Keepers featuring Bantu auf dem Konzert auftreten. Sie sollen die sich gegen die rechtsradikal dominierte Jugendkultur engagierenden lokalen Gruppen unterstützen, wie die Ludwigsluster Initiative "Schüler gegen rechts". Seit der Wiedervereinigung sind mehr als 140 Menschen rechtsradikaler Gewalt zum Opfer gefallen, Neonazis dominieren die Jugendkultur in vielen Regionen.

Andreas Petzold, Chefredakteur des Stern, begründet das Engagement seines Blattes bei "Laut gegen rechte Gewalt": "Die auftretenden Künstler sind Botschafter einer toleranten Gesellschaft. Sie helfen, eine Gegenkultur zu etablieren, die den Neonazis den Nährboden entzieht."

Das Konzert in der Ludwigsluster Sporthalle öffnet ab 18 Uhr. Alle Gewinne aus Eintrittseinnahmen - die Künstler treten gagenlos auf - kommen über die Aktion "Mut gegen rechte Gewalt" des Stern Anti-Rechtsextremismus-Initiativen zugute.

Bereits am 24. August haben rund 3000 Musikfans in Rostock ein Konzert dieser Reihe anlässlich des zehnten Jahrestages der Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen besucht.

Schweriner Volkszeitung-Lübz

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