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25.09.2004
"Atmosphäre der Einschüchterung" - Garagenkomplex in Ueckermünde-Ost als Treffpunkt rechter Kameradschaften - Analyse vorgestellt

Ueckermünde (wei). Die Haffstadt gehört zu den Zentren rechtsextremer Aktivitäten im Land. Das erklärte Christian Sell vom Mobilen Beratungsteam des Landes Mecklenburg-Vorpommern vor Stadtvertretern und Gästen im Ueckermünder Ratssaal. Dies habe eine Kommunalanalyse ergeben. Das Mobile Beratungsteam berät Kommunen, Vereine und andere Einrichtungen zu Rechtsextremismus und Demokratieentwicklung. Für die Einschätzung der Experten, die manch einem Stadtvertreter zu einseitig und absolut erschien, waren laut Sell nicht nur die beiden Demonstrationen rechter Parteien und Kameradschaften im Sommer ausschlaggebend.

So gelte der Garagenkomplex in Ueckermünde-Ost als Treffpunkt rechter Kameradschaften und sei in der rechten Szene von überregionaler Bedeutung, erklärte der Extremismus-Experte. Von dort gehe eine Atmosphäre der Einschüchterung aus.

Hinzu kommen intensive Propaganda-Aktionen bis hin zur Unterschriftensammlung der Initiative "Schöner und Sicherer Wohnen in Ueckermünde" sowie diverse Fußballturniere. Dass das Asylbewerberheim aus Kostengründen nicht, wie vorgesehen, in die Innenstadt verlegt wird, rechnen sich rechtsextreme Kräfte übrigens als ihren Erfolg an, sagte Christian Sell.

Er empfahl den Stadtvertretern einen offensiven Umgang mit rechtsextremen Erscheinungsformen und höhere Transparenz bei politischen Entscheidungen. Alle demokratischen Kräfte der Stadt sollten zusammen wirken.

Nordkurier-Ueckermünde

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