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05.10.2002
Rechte wollen erneut in Neubrandenburg demonstrieren - Schädel soll Bußgeld zahlen - Strafe für angebliche "Blockade" im letzten Jahr
Neubrandenburg (jo). Die Stadt will vom früheren PDS-Landtagsabgeordneten Monty Schädel rund 268 Euro Bußgeld kassieren. Sie wirft ihm vor, sich bei der Auflösung der Demo gegen den Aufmarsch der Rechten am 14. Juli vorigen Jahres nicht unverzüglich aus dem Kreuzungsbereich entfernt und an einer Straßenblockade gegen den genehmigten Aufmarsch der rechten Kameradschaft teilgenommen zu haben (der Nordkurier berichtete). Schädel kündigte an, Widerspruch einzulegen. Bei der Staatsanwaltschaft läuft gegen ihn wegen der Vorfälle noch ein Ermittlungsverfahren wegen Beamtenbeleidigung. Die Ermittlungen gegen seine frühere Fraktionskollegin Caterina Muth waren eingestellt worden.
Für den 19. Oktober hat die gleiche Kameradschaft aus Usedom eine neue Demonstration angemeldet. Wie Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) gegenüber Nordkurier sagte, hab er das Ansinnen eines Aufmarschs durch die Innenstadt und über den Ring aus mehreren Gründen abgelehnt und eine Alternativroute vom Rathaus durchs Katharinenviertel vorgeschlagen. Bisher liege aber kein Echo vor. Krüger rechnet mit einer rechtlichen Auseiandersetzung. Er rufe zu friedlichem Protest auf und wolle auf der Stadtvertretersitzung am Donnerstag dazu sprechen.
Nordkurier-Neubrandenburg
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