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01.09.2004
Umzug gescheitert
Ueckermünde (ls). Der seit längerer Zeit erwogene Umzug der Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft in dem ehemaligen Militärobjekt Bellin nach Ueckermünde ist gescheitert. Das teilte das Pasewalker Landratsamt gestern mit. Weil sich der Umbau eines bereits bestehenden Gebäudes nach den Vorgaben des Landesamtes für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten als unfinanzierbar erwiesen hat, wurde das Vorhaben aufgegeben. Hintergrund der Entscheidung dürfte auch die Tatsache sein, dass sich der Zustrom von Asylbewerbern nach Deutschland von einstmals 400 000 pro Jahr auf mittlerweile etwa ein Zehntel verringert hat.
Nordkurier
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01.09.2004
Kein Umzug nach Ueckermünde - Kreis: Gebäudeumbau zu Asylbewerber-Unterkunft ist nicht finanzierbar - Eventuell Unterbringung in Pasewalk
Von unserem Redaktionsmitglied Lutz Storbeck
Ueckermünde. Der seit längerer Zeit erwogene Umzug der Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft in dem ehemaligen Militärobjekt in Bellin ist gescheitert. Das teilte das Pasewalker Landratsamt gestern mit. Weil sich der Umbau eines bereits bestehenden Gebäudes in Ueckermünde nach den Vorgaben des Landesamtes für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten als unfinanzierbar erwiesen hat, wurde das Vorhaben aufgegeben. Hintergrund der Entscheidung dürfte auch die Tatsache sein, dass sich der Zustrom von Asylbewerbern nach Deutschland von einstmals 400 000 pro Jahr auf mittlerweile etwa ein Zehntel verringert hat.
Modellprojekt läuft
Dadurch sei auch die Zahl der an den Kreisen zugewiesenen Antragsteller stark zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund, heißt es in der Pressemitteilung, reicht eventuell auch die Zahl der Plätze in der bereits bestehenden Unterkunft für Asylbewerber in Pasewalk aus. Zusätzlich arbeitet der Landkreis Uecker-Randow gemeinsam mit dem zuständigen Landesamt an einem Modellprojekt namens "Uecker-Randow". Kern des Vorhabens ist die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern in Wohnungen - verbunden mit einer Betreuung durch eine Beratungsstelle. Eine erste Auswertung des Modellvorhabens soll es Mitte September geben, kündigte Landratsamts-Pressesprecher Achim Froitzheim an.
"Ich halte es für eine vernünftige Entscheidung, die der Kreis aus wirtschaftlichen Erwägungen getroffen hat", sagte die Ueckermünder Bürgermeisterin, Heidi Michaelis (PDS). Angesichts der für Sonnabend angekündigten Demonstration von "Schöner und sicherer Leben in Ueckermünde" wies die Rathauschefin darauf hin, dass es für die Stadt sehr schwer sei, etwas dagegen zu tun. Der Kreis entscheide, und wenn der die Kundgebung untersage, dann gehe es weiter bis zum Verwaltungsgericht. Das kenne man bereits.
"Unsere Möglichkeiten sind stark eingeschränkt", sagte die Bürgermeisterin. Was aber nicht heißt, dass man sich verkriechen müsste. Aus ihrer Sicht wäre es gut, sagte Heidi Michaelis, wenn am Sonnabend "Leute aus Privathäusern mit Plakaten" zeigen würden, dass es in der Haffstadt auch andere Meinungen außer der der Marschierer gibt.
Nordkurier-Ueckermünde
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