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02.10.2002
Grabsteine behalten Wunden für die Ewigkeit - Steinmetz hat Spuren der Zerstörung in Bützow fast beseitigt

Bützow Etwa drei Wochen ist es her, als der Jüdische Friedhof in Bützow zerstört vorgefunden wurde. Die Restaurierungsarbeiten sind seitdem voran geschritten. Am vergangenen Freitag halfen Jugendliche des Bützower Gymnasiums bei einem Arbeitseinsatz, und ein weiterer ist geplant, erzählt Antje Brandner von der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde in Bützow. Die Finanzierung der Wiederherstellung der zertrümmerten Grabsteine ist noch unklar, aber es seien bereits Spendengelder eingegangen, berichtet die Pastorin. Die Firma Steinmetz Hesse wurde mit der Beseitigung der Schäden beauftragt. Inhaber Ralf-Peter Hähle erklärt den Vorgang der Aufbauarbeiten. Die Fugen der mehr als 20 abgeschlagenen Bruchstücke und der noch stehenden Grabsteine wurden zunächst gereinigt, dann die Dübellöcher gebohrt und die einzelnen Teile mit einem Zwei-Komponenten-Kleber zusammengesetzt. Am Ende wurden die Fugen mit einer Sandsteinersatzmasse verstrichen. Insgesamt mussten zehn Steine erneuert werden, gibt der Steinmetz Auskunft. "Wir haben unser Bestes gegeben. Wir sind aber entsetzt, dass heute so etwas wie mit den Grabsteinen noch möglich ist", sagt Hähle. Einige Steine wurden zu früheren Zeiten schon einmal ganz durchgetrennt, sie tragen alte und neue Wunden, weiß er. Susanne Belosa Steinmetz Ralf-Peter Hähle hat die Schäden auf dem Friedhof beseitigt. Die Grabsteine werden aber Risse sichtbar behalten.

Schweriner Volkszeitung-Bützow

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