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20.08.2004
Rechte Szene setzt Proteste in Wolgast fort - Kundgebung auf Markt - Polizei: 30 Teilnehmer

NK-Bild

Zu den Rednern bei der Protestkundgebung in Wolgast zählte gestern Abend auch der NPD-Kreistagsabgeordnete Michael Andrejewski (rechts).

Ostvorpommern (sd). Mit einer Kundgebung auf dem Wolgaster Marktplatz haben die rechtsextreme NPD und Mitglieder rechter Gruppierungen wie "Schöner wohnen" oder "Insel-Bote" ihre Aktionen gegen Hartz IV fortgesetzt; vor einer Woche bereits waren rund 150 Mitglieder der rechten Szene durch Anklam gezogen. In Wolgast jedoch war die Resonanz deutlich geringer: Die Polizei geht von rund 30 der Szene zuzurechnenden Demonstranten aus; dazu kamen Passanten, die vom Marktplatzrand aus die für drei Stunden angemeldete Veranstaltung beobachteten. Ganz offen sprach dabei ein Redner von "wir Nationalsozialisten" und rief durchs Mikrophon, man könnte die Demokratie auch "als Herrschaft des Abschaums" bezeichnen.

Zu den gestrigen Rednern gehörte auch der NPD-Kreistagsabgeordnete und Anklamer Stadtvertreter Michael Andrejewski; in einer schriftlichen Erklärung hatte er sich zuvor von Angriffen gegen den Anklamer Bürgermeister Michael Galander (parteilos) distanziert, die bei der Demonstration vor einer Woche durch die Kreisstadt laut geworden waren. Galander hatte dies zum Anlass genommen, die NPD-Vertreter zu einem Gespräch ins Rathaus einzuladen - damit diese ihm erklären, "wie sie zur Aussage kommen können, der Bürgermeister und Konsorten sollten zurücktreten". Andrejewski befürwortete ein solches Gespräch als "Gebot der Fairness", um dem Rathauschef die Möglichkeit zu geben, seine Sicht der Dinge zu schildern.

Nordkurier-Anklam

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