|
30.09.2002
Asyl-Lösung mit Greifswald - Syrbe: Erste Abstimmungsgespräche mit der Hansestadt wegen Flüchtlingsunterbringung in Ostvorpommern - Land muss Lösung genehmigen
Ostvorpommern (sd). Die Kreisverwaltung prüft derzeit die Möglichkeit, von Ostvorpommern aufzunehmende Asylbewerber in Greifswald unterzubringen. "Wir befinden uns in ersten Abstimmungsgesprächen mit der Stadtverwaltung", sagte jetzt Landrätin Barbara Syrbe (PDS). Wie berichtet, hatte der Vorsitzende des ostvorpommerschen Sozialausschusses, Heinz-Peter Kissel (CDU), kürzlich von der Möglichkeit gesprochen, dass die Greifswalder Wohnungsgesellschaft in ihrem Bestand alle Asylbewerber des Kreises aufnehmen kann.
Suche nach Alternativen
Derzeit sind in den beiden Heimen in Anklam sowie jenem in Garz auf der Insel Usedom insgesamt 445 Plätze vorhanden; die Einrichtungen in der alten Möbelfabrik an der Demminer Straße in Anklam sowie das Heim in Garz müssen jedoch bis Ende kommenden Jahres aufgelöst werden.
Bei der Suche nach Ersatz hatte die Kreisverwaltung zunächst das ehemalige Hotel "Domitel" in Ducherow im Visier. Nachdem sowohl die Bevölkerung als auch die dortigen Kommunalpolitiker Sturm gegen die Pläne liefen, sind nun die einstige Kriegsschule in Anklam sowie ein ehemaliges Bürogebäude der Wolgaster Peenewerft im Gespräch.
Sollte die Greifswald-Variante verwirklicht werden können, wären jedoch auch diese Überlegungen vom Tisch. Allerdings, schränkte Syrbe ein, "sind wir in unseren Verhandlungen nicht frei": Jede gefundene Lösung muss erst vom Land genehmigt werden - schließlich trägt Schwerin die Kosten sowohl für die Heimunterbringung als auch für eventuell nötige Investitionen.
Nordkurier-Anklam
|