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08.05.2004
Kranz erinnert an Ende des Krieges - PDS tritt in Demmin symbolisch gegen Gewalt ein

Demmin (gwa). Nachdem die PDS in den vergangenen Jahren vor allem in Malchin des Jahrestages des Kriegsendes gedacht hatte, haben Mitglieder des Demminer Orts- und Kreisverbandes gestern auch in der Hansestadt Demmin daran erinnert. Am Vorabend des 59. Jahrestages der deutschen Kapitulation legten sie am Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf dem Barlachplatz einen Kranz nieder. Man wolle damit gegen Krieg mahnen, erläuterte der Vorsitzende der PDS-Kreistagsfraktion, Siegfried Konieczny, das Anliegen der Genossen. "Leider haben wir ja mit dem Irak ein aktuelles Beispiel an der Hand."

In seiner Ansprache bezeichnete Konieczny den 8. Mai als einen denkwürdigen Tag, der "das sinnlose Sterben auf den Schlachtfeldern in Europa und der ganzen Welt" beendet habe. "Die Völkergemeinschaft hat dafür in nur vier Jahren mit über 50 Millionen Toten bezahlt", erinnerte Konieczny an die Opferzahlen des Krieges. "Der Holocaust an vielen Millionen Juden gehörte ebenso zum Blutzoll wie die 20 Millionen Sowjetbürger, die die Hauptlast des Krieges trugen." Krieg sei kein Mittel, um Probleme zu lösen, sagte er mit Blick auf die zahlreichen Konflikte seither. "Krieg schafft immer neue Probleme."

Am 8. Mai 1945 hatte das Oberkommando der deutschen Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet. Damit endete der Krieg in Europa. Im pazifischen Raum ging er hingegen noch weiter, bis am 2. September auch Japan kapitulierte.

An der Kranzniederlegung auf dem Barlachplatz nahmen elf Leute teil. Massen hatte aber auch Konieczny nicht erwartet.

Nordkurier-Demmin

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