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04.05.2004
Erinnerungen eines Israelis aus Rostock - Morgen Abend Lesung mit Dr. Yaakov Zur
Rostocks Ehrenbürger Dr. Yaakov Zur liest morgen um 20.00 Uhr in der Thalia-Universitätsbuchhandlung aus seinen Erinnerungen "Die Welt ist eine schmale Brücke", die von Dr. Christine Gundlach 2003 herausgegeben wurden. Yaakov Zur, 1924 in Rostock in einer streng religiösen jüdischen Familie als Alfred Zuckermann geboren, gelang 1939 mit der Jugend-Alijah die Flucht aus Nazi-Deutschland. Er ging nach Palästina, wurde religiöser Kibbuznik, Lehrer, Schuldirektor, Historiker - ein Pionier des israelischen Aufbaus. Seine Mutter und seine Schwester wurden 1942 aus Rostock in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert.
Seit 1987 steht Yaakov Zur im intensiven Dialog mit seiner Geburtsstadt. In vielen Besuchen, Vorträgen, Seminaren und Begegnungen hat er wesentlich zum wachsenden Verständnis deutscher und jüdischer Geschichte beigetragen. Seit 1991 Gründungsmitglied des Vorstandes der Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur/Max-Samuel-Haus erhielt er 1993 die Ehrenbürgerwürde der Hansestadt Rostock. Die Universität verlieh ihm 1998 die Ehrendoktorwürde ihrer philosophischen Fakultät.
Die Lesung beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kartenreservierungen sind wie immer unter der Rostocker Telefonnummer 49 21 20 möglich.
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