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22.04.2004
Großes Asylheim noch nicht das letzte Wort - Unternehmerverband für dezentrale Unterbringung
Parchim. Die Errichtung eines zentralen Heims mit 320 Plätzen für Asylbewerber am Ortsausgang von Parchim ist noch nicht beschlossene Sache. Als Ergebnis einer Gesprächsrunde auf Initiative des Parchimer Unternehmerverbands (UV) wäre auch eine dezentrale Lösung denkbar, wenn sie sich rechnet. Neu ist außerdem, dass sich die Zahl der Plätze verringert hat. Landrat Klaus-Jürgen Iredi und sein Vize Helmut Gresch informierten, dass der Landkreis nur noch 200 Asylbewerber aufnehmen müsse. Das sei das Ergebnis von Verhandlungen mit dem Land und anderen Landkreisen.
"Der Unternehmerverband hilft bei der Suche nach geeigneten Immobilien, Landkreis und Landesamt prüfen gemeinsam die Realisierung", fasste UV-Regionalleiter Wolfgang Waldmüller das Ergebnis zusammen. Neben der Kreis-Verwaltungsspitze nahm auch Parchims Bürgermeister Bernd Rolly an der Runde teil. Wolf-Christian Trzeba, Direktor des Landesamts für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten, machte aber deutlich, dass das Land generell den wirtschaftlicheren Weg favorisiere. Die Fixkosten wie Bewachung rund um die Uhr seien in der Regel bei einem einzigen Objekt niedriger. Das heißt im Umkehrschluss, sollte eine dezentrale Lösung sich als wirtschaftlich erweisen, wäre sie nicht per se ausgeschlossen. Egal welche Lösung gefunden wird, Bürgermeister Bernd Rolly machte deutlich, dass Parchim die Integration bewältigen werde.
Der Unternehmerverband war aktiv geworden, weil sich Geschäftsleute und Bürger an ihn gewandt hatten. Wolfgang Waldmüller machte aber klar: "Es geht hier nicht um Ausländerfeindlichkeit. Wir müssen aber auf Sorgen der Bürger eingehen." Wir berichten noch ausführlich.
Schweriner Volkszeitung-Sternberg
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