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12.03.2004
Internationale Wochen gegen Rassismus mit vielen Ideen

Darmstadt (OZ) Vom 15. bis 21. März finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. In Deutschland hat der Interkulturelle Rat dazu aufgerufen, sich ideenreich zu beteiligen, den von den Vereinten Nationen ausgerufenen Gedenktag gegen Rassismus am 21. März entsprechend zu würdigen.

OZ: Warum gerade der 21. März?

Schubert: 1960 hatte an diesem Tag im südafrikanischen Sharpeville ein Massaker an der schwarzen Bevölkerung stattgefunden. 30 000 Menschen hatten gegen diskriminierende Passgesetze des Apartheidregimes demonstriert, 69 starben im Kugelhagel der Polizei. 1966 beschlossen die Vereinten Nationen dann, diesen 21. März zum internationalen Symboldatum zu machen. Leider wissen dies in Deutschland zu wenige, deshalb bemühen wir uns um Aufklärung.

OZ: Mit welchem Erfolg?

Schubert: Mit großem. Über 250 Veranstaltungen finden bundesweit anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Vor zwei Jahren noch waren es ganze 30. Während in Frankreich beispielsweise seit Jahren der ganze März sich diesem Thema widmet.

OZ: Wer beteiligt sich?

Schubert: Erstmalig sind bundesweit zehn Theater dabei. 13 Museen beteiligen sich mit Ausstellungen und Workshops. Es gibt Konzerte, Zeitzeugengespräche mit Überlebenden des Holocaust. Viele Kinodarbietungen sind geplant, auch bei Ihnen in Rostock gibt es eine Woche des antirassistischen Films. Die Filme befassen sich mit illegalen Flüchtlingen, binationalen Ehen und Rassismus im Alltag.

OZ: Gibt es weitere Aktivitäten in M-V?

Schubert: Vielleicht noch sporadisch. Gemeldet hat nur Rostock. Der Verein Dien Hong hat hier ein interessantes Schulprojekt, in dem Schüler mit vietnamesischen und afrikanischen Migranten das Thema Rassismus aufarbeiten. Auch Hansa-Spieler sind beteiligt. Gute Idee.

Interview: DORIS KESSELRING

Ostseezeitung

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