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12.09.2002
Lübesser kritisieren laxe Rechtsprechung - Nach Übergriffen: Bürger diskutierten mit Polizei
Lübesse Nach den Attacken rechter Schläger auf Teilnehmer des Lübesser Teichfestes (wir berichteten) diskutierten Gemeindevertreter und mehr als 50 Bürger mit der Polizei. Als Gäste waren die Bürgermeister Ulrich Güßmann (Crivitz) und Hartmut Götze (Rastow) gekommen.
Der Chef des Hagenower Polizeireviers, Günther Bürckner, appellierte an die Gemeinden, Feste langfristig zu planen, um Ballungen zu vermeiden. Bürckner: "Wir können nicht überall zugleich sein." Die Veranstaltungen sollten der Polizei gemeldet werden, damit sie in den Streifenplan aufgenommen werden können.
Was die Ordnung betrifft, sollten die Gemeinden ihr Hausrecht wahrnehmen, so der Polizeichef. Für Dr. Reinhold Kunze, Bürgermeister von Lübesse, bedeutet das: "Wir werden in Zukunft Ordner bereitstellen." Kunze hatte den Hagenower Polizeichef zur Gemeindevertretersitzung geladen.
Die Lübesser kritisierten auch weniger den Einsatz der Polizeibeamten. Für sie steht der Aufwand, den der Staat für Täter betreibe, in keinem Verhältnis zu dem, was für die Opfer getan wird. Ein Bürger: "So produzieren JuristenUnzufriedenheit, die zur Zerstörung der Gemeinschaft führt." Besonders empört zeigte man sich über das milde Urteil für einen der Crivitzer Randalierer (wir berichteten).
Fazit: Die Bürger sollten sich noch stärker einmischen und fordern, die gesetzlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Gerade im Osten sei man sensibler für Unrecht. Zudem sei hier der Sinn für die Gemeinschaft noch ausgeprägt.
Schweriner Volkszeitung-Schwerin
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