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28.01.2004
Demminer gedenken Kriegsopfern - Kränze niedergelegt

Demmin (chg). Am offiziellen Gedenktag wurde gestern auch in der Hansestadt Demmin an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Rund 40 Gäste trafen sich am Vormittag bei einer Veranstaltung im Gemeinderaum der katholischen Kirche. Nach einer Rede von Stadtoberhaupt Ernst Wellmer legten die Beteiligten auf dem Barlachplatz Kränze nieder.

"Es gibt wohl kaum eine Demminer Familie, die im Krieg keine Angehörigen oder Freunde verloren hat", begann Wellmer seine Ansprache in Gedenken an die Toten der Weltkriege. Nun aber seien Krieg und Gewalt zwischen den Staaten Europas undenkbar geworden. "Vielen, vor allem jungen Menschen, mag das heute als so selbstverständlich erscheinen, dass sie gar nicht mehr nachvollziehen können, welch fundamentaler Schritt in relativ kurzer Zeit erreicht wurde", betonte Wellmer. Als Ziel des Friedensprozesses bezeichnete Wellmer Gerechtigkeit innerhalb einer Völkergemeinschaft. Dazu gehöre auch die politische Einheit Europas. "Um so wichtiger ist es, dass wir es vor Ort nicht zulassen, dass rechtsextremistisches Gedankengut jemals wieder um sich greift."

Nordkurier-Demmin

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