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17.12.2003
Plakate als Anregung nutzen - Ausstellung gegen Fremdenfeindlichkeit in der Paulskirche
Paulsstadt. Plakate gegen Fremdenfeindlichkeit sind Umgang des Kirchenschiffes der Paulskriche bis zum 25. Januar 2004 zu sehen. Eröffnet wurde die Ausstellung von der Bürgerbeauftragten des Landes, Heike Lorenz.
Der Eröffnung ging das Weihnachtskonzert des Goethe-Gymnasiums voraus - ein musikalischer Einstand als klingende, harmonische Botschaft vom Frieden auf Erden und allen Menschen zum Wohlgefallen.
Die Optik der knallharten Plakate wirkte krass gegensätzlich zur harmonischen Musik - mahnend, hinweisend, Rat gebend. Die ausgestellten Plakate unter dem Motto "Fremde brauchen auch Freunde" sind Produkte verschiedenster Aktionen von Künstlern, Städten und Gemeinden, Initiativen von Vereinen aus ganz Deutschland, Parteien und Gewerkschaften, die gegen die Fremdenfeindlichkeit etwa tun wollen. Die gezeigten Exponate sind von der Bremer Ausländerbeauftragten seit 1992 gesammelt und zu einer Wanderausstellung zusammengestellt worden. Nachdem sie in fast allen Bundesländern präsent war, wird die Exposition vom Deutschen Museum für Geschichte übernommen.
Heike Lorenz sagte, dass wohl niemand glaube, dass Fremdenfeindlichkeit mit Plakaten erfolgreich bekämpft werden könne. "Der Kampf kann nur erfolgreich sein, wenn sich eine verantwortungsvolle Politik glaubwürdig für die soziale Gerechtigkeit einsetzt." Hier könnten Denkanstöße vermittelt werden, dass mehr Menschen die schweigende Mehrheit verlassen, so die Bürgerbeauftragte.
Lorenz: "Karl Valentin sagte einst: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde. Manches wird überraschen, manches vielleicht auch erschrecken. Lassen Sie sich von den Plakaten zum Nachdenken einladen."
Dietmar Unger
Schweriner Volkszeitung-Schwerin
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