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09.12.2003
Polizei-Gebäude wird Asylbewerberheim
Anklam/Ostvorpommern (sd). Nun ist es endgültig: In das frühere Dienstgebäude der Bereitschaftspolizei an der Gutenbergstraße im Anklamer Gewerbegebiet Süd ziehen voraussichtlich bereits zum Jahreswechsel Asylbewerber ein. Gestern unterzeichneten Landrätin Barbara Syrbe (PDS) und ihr Stellvertreter Armin Schönfelder (CDU) einen auf zehn Jahre angelegten Mietvertrag mit der Gebäudeeigentümerin, der Metieku Liegenschaften Verwaltungs GmbH. Außerdem ist eine Option auf eine fünfjährige Verlängerung vereinbart; das sagte Schönfelder auf Nachfrage unserer Zeitung. Syrbe hatte dem gestern tagenden Kreistag von der Vertragsunterzeichnung berichtet, nachdem jedoch schon seit mehreren Wochen die Entscheidung praktisch feststand.
Das neue Heim löst die bisherigen Asylbewerber-Unterkünfte in der alten Möbelfabrik in Anklam sowie in Garz ab. Außerdem seien die - allerdings vom Land bezahlten - Mietkosten deutlich niedriger als bei dem als Alternative zur Verfügung gestandenen ehemaligen Lehrlingswohnheim der Peene-Werft in Wolgast, sagte der Vize-Landrat.
Zum Mietpreis selbst wollte er sich nicht äußern - er ließ jedoch durchblicken, dass er sich unterhalb jener Marke befinde, zu dem das Land Anfang der 90er Jahre das einstige Meliorations-Verwaltungsgebäude gemietet hatte: Damals waren monatlich umgerechnet rund 20 000 Mark vereinbart worden. Erste Nach-Wende-Nutzerin war das Staatliche Amt für Umwelt und Natur; nach dessen Auszug kam die Bereitschaftspolizei, die allerdings im Mai aus Anklam abgezogen worden ist.
Nordkurier-Anklam
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