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09.12.2003
Stadt erstattet Anzeige nach Plakatkleberei - Rechtsextremistischer Hintergrund vermutet

Waren (hb). Seit einigen Wochen haben die Mitarbeiter des Warener Ordnungsamtes mit Aufklebern versehene Laternenmasten, Bushaltestellen und Papierkörbe registriert. Jetzt wurde bei der Kriminalpolizei Anzeige erstattet, informierte der Ordnungsamtsleiter der Stadt Waren, Bernd Kautzmann. Allerdings sei noch nicht klar, ob es sich hier um eine Sachbeschädigung oder lediglich um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Viel schlimmer steht es jedoch mit dem Inhalt dieser vermeintlichen Botschaften. So ist beispielsweise ein kleines Mädchen abgebildet, über deren Porträt mit großen Lettern "vermisst" prangt. Darunter ist allerdings in kleiner Schrift zu lesen "Eine Zukunft für Jugend in Mecklenburg-Vorpommern". Als Absender gibt sich die M.A.F, die Mecklenburgische Aktionsfront, zu erkennen. Laut Jahresbericht Rechtsextremismus ist diese Gruppe nicht unbekannt. Bislang sei sie, so geht es aus dem Bericht hervor, lediglich in Ostvorpommern aktiv gewesen. In der Zwischenzeit soll, so wusste es Kautzmann zu berichten, die "Aktionsfront" auch in Mecklenburg-Strelitz zu Hause sein. Eingeschaltet wurde ebenfalls durch die Stadtverwaltung Waren die Mobile Aufklärung Extremismus (MAEX).

"Wir bitten alle Bürger, die Augen offen zu halten. Es ist zu befürchten, dass weitere Gebäude verschandelt werden", sagte Kautzmann. Sollte verbotenes Plakatieren beobachtet werden, nimmt die Polizei unter der kostenfreien Rufnummer 110 die Beobachtungen entgegen, hieß es.

Nordkurier-Waren

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