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09.12.2003
Exposition behandelt Leben in Illegalität - Anklamer Ausstellungen noch bis Freitag geöffnet
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Die Wanderausstellung "Leben in der Illegalität" regte auch die In-Via-Mitarbeiterinnen Sylvia Raßbach und Andrea Holz zum Diskutieren an. |
Anklam (ste). Mit welchen Problemen illegal in Deutschland lebende Ausländer kämpfen müssen, zeigen derzeit die Anklamer Vereine In Via und Bunt statt Braun in der Ausstellung "Leben in der Illegalität". Jede einzelne der Schautafeln, die mit erklärenden Texten und ausdrucksstarken Bildern versehen sind, widmet sich einem anderen inhaltlichen Schwerpunkt. So befasst sich ein Teil mit dem unsicheren Alltag eines "Illegalen", ein weiterer mit religiösen Fragen und ein nächster klärt über die in Deutschland praktizierten Verhaftungs- und Abschiebungsverfahren auf.
Kurzfilme, in denen Menschen über ihr "heimliches" Leben hinter dem Rücken der Behörden erzählen, ihre bitteren Erfahrungen, ihre Sorgen und Ängste darstellen, komplettieren die Wander-Ausstellung, die im Rahmen des Bundesprogramms "Civitas" in Co-Produktion mit dem Berliner Anne-Frank-Zentrum entstanden ist.
Sie ist noch bis Freitag in den Vereins-Räumen des In Via in der Friedländer Straße 44 zu sehen. Schulklassen können sich unter der Telefon-Nummer 03971 242677 anmelden. Allen anderen Interessenten stehen die Türen täglich von 13 bis 15 Uhr offen.
Eine weitere Exposition in der Kreisstadt ist ebenfalls noch bis zum kommenden Freitag (7 bis 14 Uhr) zu sehen: Im Focus der Ausstellung "Nicht nur Prora... Erinnerungsorte Mare Balticum: Alt Rehse-Prora-Peenemünde" in der Käthe-Kollwitz-Schule stehen die drei Hinterlassenschaften der NS-Geschichte in unserem Land. Der Verein Prora-Zentrum stellt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung das Geschehen an diesen Orten während der NS-Zeit vor und erörtert den heutigen Umgang mit den Überresten der Vergangenheit. Am Dienstag wird um 15 Uhr der Film "Urlaubsmaschine Prora - Das Naziseebad auf Rügen" gezeigt. Ab 16 Uhr diskutieren am Mittwoch unter anderem Anklams Bürgermeister Michael Galander (parteilos), Rainer Stommer vom Prora-Zentrum, und der Vorsitzende der Kreis-PDS, Lars Bergemann, über das Thema: Wie viel Erinnerung an die NS-Zeit brauchen wir heute?
Nordkurier-Anklam
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