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28.11.2003
Polizeibeamte fanden Beweismittel - Hundertschaft gestern im Wald bei Barendorf im Großeinsatz

Wismar. Nachdem Gägelows Bürgermeister Fritz Kalf (SPD) der Polizei vorgeworfen hatte, nichts gegen die neonazistischen und paramilitärischen Umtriebe im Ortsteil Jamel zu unternehmen (OZ berichtete), scheint nun Bewegung in die Ermittlungen zu kommen. Denn gestern Vormittag war eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei in einem Waldstück an der B 105 bei Barendorf ausgerückt, um dort nach Beweismitteln zu suchen. Anwesend waren auch Beamte des Staatsschutzes der Schweriner Kriminalpolizei.

"Wir ermitteln in Jamel wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und die Bildung einer bewaffneten Gruppe. Im Zuge der Ermittlungen gab es Hinweise, so dass eine Nachsuche des Waldstückes bei Jamel erfolgte", bestätigte Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Schweriner Polizeidirektion, auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG. "Es sind Gegenstände gefunden worden, die als Beweismittel gesichert wurden", so Wiechmann weiter. Was für welche, dazu wollte sich der Pressesprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern. Die Suche wurde am Nachmittag abgebrochen, nachdem die Dämmerung eingesetzt hatte.

Die Ermittlungen der Polizei laufen seit Sommer. Damals hatten Jäger die Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass in den Wäldern bei Jamel eine Wehrsportgruppe trainiert. Die Polizei hatte Patronenhülsen gefunden, war auf Schützengräben und ein Schild gestoßen: "Vorsicht Schusswaffengebrauch! Der Kommandant". Außerdem stellten die Beamten einen Jeep sicher, an dem Symbole der Wehrmacht prangten. Auf der Ladefläche fanden sie Waffen vor.

P. PREUSS

Ostseezeitung-Grevesmühlen

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