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27.11.2003
Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt - Löcknitz: Kommune fordert schnelle Aufklärung
Löcknitz (km). Der Vandalismus am jüdischen Gedenkstein in Löcknitz (der Nordkurier berichtete) hat zu einer lebhaften Debatte auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter geführt. "Alle Gemeindevertreter haben diesen Akt verurteilt und waren sich einig, dass wir an dieser Stelle erneut ein Denkmal aufstellen weren. Darüber habe ich mich sehr gefreut", berichtet Bürgermeister Lothar Meistring (PDS). Allerdings ist noch offen, in welcher Form das Denkmal errichtet wird. Verstärkt werden künftig die Schutzmaßnahmen. "Natürlich sind wir an einer raschen Aufklärung des Falles interessiert", betont der Bürgermeister. Die Gemeinde will die Kriminalpolizei sogar finanziell unterstützen. Für zweckdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, spendiert die Kommune eine Belohnung von 1000 Euro. "Ich hoffe, dass wir damit die Ermittlungen beschleunigen können", wünscht sich der Bürgermeister. Nach Ansicht des Gemeindeoberhauptes wird sehr umfangreich ermittelt. Dennoch tappt die Kripo immer noch im Dunkeln. "Uns liegen noch keine Ergebnisse vor", bestätigte der Pressesprecher der Anklamer Polizeidirektion, Axel Falkenberg, auf Nachfrage der Pasewalker Zeitung.
Unterdessen gibt es bereits erste Hilfsangebote. "Von mehreren Bürgern bin ich deshalb schon angesprochen worden", sagt Lothar Meistring. So will ein arbeitsloses Paar eine Summe von 300 bis 500 Euro spenden. Dem Gemeindeoberhaupt liegt auch ein Fax aus der US-Botschaft vor, in dem eine Unterstützung zugesagt wird. Die Kommune wird sich in dieser Frage noch an den Zentralrat der Juden wenden.
Nordkurier-Pasewalk
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