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18.11.2003
Jüdischer Gedenkstein erneut demoliert - Löcknitz: Zeugen werden gesucht


Von unserem Redaktionsmitglied Klaus Möller

Löcknitz. Ordnungsamtleiterin Rotraut Schmidt glaubte ihren Augen nicht zu trauen, als sie gestern früh am jüdischen Gedenkstein in Löcknitz vorbeikam: Der Stein war erneut beschädigt. Bereits Ende Juli hatten Unbekannte die Stele demoliert; in der vergangenen Woche war sie rekonstruiert wieder aufgestellt worden. Die Reparatur hatte der Gemeinde fast 3000 Euro gekostet (der Nordkurier berichtete). "Zuerst dachte ich, der Stein ist von Feuchtigkeit beschlagen", schilderte sie ihre Eindrücke. Eine Kontrolle des Ordnungsamtes ließ keinen Zweifel offen: Die linke Ecke fehlt und auf den Davidstern sowie auf die Inschrift ist in der Nacht zum Montag mit einem Gegenstand eingeschlagen worden. Die zum Volkstrauertag am Sonntag dort niedergelegten Kränze wurden etwa 25 Meter entfernt in einer Anpflanzung gefunden.

Spurensuche vor Ort

Bereits eine halbe Stunde nach dem Bekanntwerden der Tat war die Polizei aus Pasewalk vor Ort. Die Kriminaltechniker haben bereits die Spuren gesichert. Auch ein Spürhund kam zu Einsatz. Wegen der feuchten Witterung allerdings ergebnislos. Inzwischen hat der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam die Untersuchungen aufgenommen und eine Ermittlungsgruppe gebildet, informierte Polizei-Pressesprecher Axel Falkenberg. Trotz aller Bemühungen tappen die Ermittler bislang im Dunkeln. Sie hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um dem oder die Täter auf die Spur zu kommen. Gesucht werden Zeugen des Geschehens.

Schockierende Tat

"Für uns ist diese Tat ein Schock. Das ist einfach unvorstellbar", ärgert sich Bürgermeister Lothar Meistring (PDS). Noch in der vergangenen Woche hatten die Löcknitzer mit Freude zur Kenntnis genommen, dass der erneuerte Stein noch vor dem Volkstrauertag aufgestellt werden konnte. "Wir haben die Rechnung für die Reparatur noch nicht bezahlt und der Gedenkstein ist wieder das Ziel von Vandalen geworden", schimpft das Gemeindeoberhaupt. Er hofft, dass die Ermittlungen der Kriminalisten rasch erfolgreich sind. "Auf den Stein ist heftig eingeschlagen worden. Das müssen Leute gehört haben", ist sich Lothar Meistring sicher. Er appelliert darum an Zeugen des Geschehens, Beobachtungen unbedingt der Polizei mitzuteilen. Hinweise 03971 2510.

Nordkurier-Pasewalk

18.11.2003
Denkmal schwer verwüstet

Löcknitz Unbekannte haben das jüdische Denkmal in Löcknitz (Uecker-Randow-Kreis) in der Nacht zum Montag schwer beschädigt. Dabei wurden Teile des erst in der vergangenen Woche aufgestellten Gedenksteins abgeschlagen und der eingearbeitete Davidstern zerstört, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nordkurier

18.11.2003
Denkmal stark beschädigt

Löcknitz (NK). In der Nacht zum Montag haben unbekannte Täter das jüdische Denkmal in Löcknitz beschädigt. Die Ecken wurden abgeschlagen, der Davidstern zerstört und die am Volkstrauertag niedergelegten Kränze wurden etwa 25 Meter entfernt in andere Anpflanzungen geworfen, teilte die Polizeidirektion Anklam gestern mit. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die in der Nacht zum Montag im Bereich der Chausseestraße und Straße der Republik verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen haben. 03971 2510

Nordkurier-Ueckermünde

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