|
10.09.2002
Schändung jüdischer Gedenkstätte in Grevesmühlen verurteilt
Grevesmühlen (OZ) Kreistagspräsident Alfons Thienel (SPD) hat die Schändung der jüdischen Gedenkstätte scharf verurteilt. Sie war einer Polizeistreife am vergangenen Freitag aufgefallen (OZ berichtete).
"Es ist unbegreiflich und unvorstellbar zugleich, zu welchen Grausamkeiten Menschen gegenüber anderen Menschen fähig sind", so der Präsident. "Nicht nur in Deutschland gibt es viele Orte der Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer und ihr Leid. Es sind Orte gegen das Vergessen und Orte, die dazu beitragen, dass Verantwortung für unsere Geschichte nicht verdrängt wird.
Jetzt ist der jüdische Friedhof in Grevesmühlen geschändet worden. Das, was hier geschehen ist, ist schonungslos zu verurteilen und muss schnellstmöglich aufgeklärt werden", fordert der Politiker. "Wir dürfen nicht zulassen", mahnt Thienel, "dass Gedenkstätten, die auf die Verletzung der Menschenwürde und schmerzvollstes Leid hinweisen, welches Menschen einander zufügten, auf diese heimtückische Art und Weise aufgesucht, missachtet und misshandelt werden."
Ostseezeitung-Grevesmühlen
|