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09.09.2002
Polizei will Prüglern den Kampf ansagen - Ereignisse des Wochenendes haben Folgen - Chappuzeau will im Jugendrat Wort ergreifen
Pasewalk. "Die Leistungsschau war so ein schönes Fest. Aber durch diese Chaoten, die sich prügeln müssen, bekommt sie immer einen negativen Anstrich", ärgerte sich gestern Polizeihauptkommissar Andre Chappuzeau von der Polizeiinspektion Pasewalk.
Wie der Nordkurier bereits berichtete, provozierten nach dem Ende der Veranstaltungen der Kreisleistungsschau am Sonnabend gegen 23.50 Uhr auf der Festwiese etwa 100 linksgerichtete Jugendliche rund 60 junge Leute, die der rechten Szene zugeordnet werden.
Kette gebildet
"Unsere Leute haben, bevor es zu einem Zusammenstoß kam, eine Kette zwischen linker und rechter Szene gebildet", zeigt Chappuzeau auf.
So habe man eine Massenschlägerei verhindern können. Auch wenn Steine und Flaschen flogen, die Polizei habe den Platz innerhalb von zehn Minuten leer geräumt, da die Jugendlichen nicht der Aufforderung nachkamen ihn zu verlassen. Die Polizei sei nachher auch noch in der Innenstadt aktiv gewesen, da dort die Auseinandersetzungen weiter gingen. Einer der drei bei dem Einsatz leicht verletzten Polizisten ist krank geschrieben.
"Ich möchte mich beim Polizeiführer und den Einsatzkräften für ihr besonnenes und korrektes Auftreten bedanken", meinte Andre Chappuzeau. Auch den beteiligten Kräften des Bundesgrenzschutzes, der Inspektion Zentrale Dienste Anklam und der 3. Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei Mecklenburg-Vorpommern gelte der Dank.
Auch wenn der Einsatz beendet ist, der Polizeihauptkommissar ist überzeugt, dass ihn die Ereignisse noch länger beschäftigen. Es wird wegen Landfriedensbruch ermittelt.
Chappuzeau will erreichen, dass die Zusammenstöße zwischen linken und rechten Kräften endlich aufhören. Heute Abend wird in der Kreisstadt im Rathaus ein Jugendrat gegründet. Chappuzeau will nicht nur dabei sein und etwas sagen. Er will auch helfen etwas zu verändern.
Nordkurier-Pasewalk
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