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22.10.2003
Asylbewerber in Malchow können bald umziehen - Polizei-Inspektion hat keine Sicherheits-Bedenken
Müritzkreis (hb). Dass das Asylbewerberheim Malchow in Kürze umziehen wird, steht definitiv fest. Dies machte jetzt Landrat Jürgen Seidel (CDU) unmissverständlich im Rahmen einer Bürgerinformation in der Inselstadt deutlich.
Seidel hatte um diese Zusammenkunft gebeten, weil Anwohner der Thälmann-Siedlung, in deren unmittelbarer Nachbarschaft sich das künftige Heim befinden wird, den Standort für nicht geeignet halten und dagegen protestierten. Nicht geeignet aus mehreren Gründen, wie sie dem Landrat mitteilten. Zum einen sei die Frage der Sicherheit an einem solchen abgelegenen Ort aus Sicht der Anwohner nicht gegeben. Außerdem sei bereits jetzt ein drastischer Wertverlust der Immobilien zu verzeichnen, so die Anwohner. Spekulationen, dass es künftig nur noch ein Heim im Kreis geben wird, nämlich das in Malchow, konnte Seidel zwar nicht entschärfen, teilte jedoch mit, das lediglich vorgesehen sei, das Heim für 100 Personen auszurichten beziehungsweise umzubauen.
Gegenwärtig beherberge das Malchower Asylbewerberheim 60 Personen. "Die Tendenz geht aber eindeutig dahin, dass die Zahl der Asylbewerber stetig abnimmt", erklärte Seidel. Im Jahr 2001 waren es insgesamt 104 Asylbewerber, 2002 noch 72 und 2003 seien es nur 65 Zuweisungen aus dem zuständigen Landesamt gewesen, berichtete der Landrat. Seidel argumentierte, dass es sich bei der Immobilie um Eigentum des Kreises handele. "Mit wenig Aufwand ist das noch gut erhaltene Haus für die Asylbewerber, die jetzt zum Teil mit vier Mann in einem Zimmer leben, zurecht zu machen", sagte er. Der Landkreis habe die gesetzliche Aufgabe, die entsprechenden Räumlichkeiten für die Betroffenen vorzuhalten. Dass dies auch immer unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit zu geschehen habe, sei selbstverständlich.
Zur Frage der Sicherheit informierte auf Nachfrage des Nordkurier der Chef der Polizei-Inspektion, Edo Kuhlmann, dass es aus Sicht der Polizei keine Bedenken bezüglich des Standortes gebe. "Wir haben in den vergangenen Jahren durchweg gute Erfahrungen mit den Asylbewerbern gemacht", unterstrich er.
Wer die angeblichen Wertverluste der Immobilien zu tragen hat, blieb jedoch bei der Information unbeantwortet. Betroffen davon wäre auch die Malchower Wohnungsbaugesellschaft, die dort Häuser hat.
Nordkurier-Malchow
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