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02.10.2003
Krackower Rechte randalieren am Ende des Antenne-Festes - Frau und Mann erleiden schwere Verletzungen
Penkun (rm). Die Penkuner Antenne Mecklenburg-Vorpommern Party-Tour endete am Sonnabend mit einem Angriff namentlich bekannter Einwohner aus Krackow und der umliegenden Orte, die der rechten Szene zugeordnet werden, auf eine 49-jährige Frau und einen 41-jährigen Mann. Während die Frau zu Boden geschubst wurde und sich die Schulter brach, erlitt der Mann starke Verletzungen an Kopf und Gesicht. Darüber hinaus wurde dem Mann das Fußgelenk gebrochen. Er musste zur Behandlung in das Krankenhaus eingeliefert werden.
In Penkun löste dieses Attacke Empörung aus, auch weil dazu von offizieller Seite bisher nichts verlautet ist. "Ich habe den Eindruck, dass nur über die schönen Dinge berichtet wird; in dem Moment, wo Angriffe und Pöbeleien der rechte Szene auftreten, schauen viele weg", meinte eine Frau (Name der Redaktion bekannt), die die Auseinandersetzungen unmittelbar erlebte. Sie forderte ein hartes Vorgehen gegen die Szenemitglieder, darunter gegen einen Michael K., der in Krackow wohnen soll. "Unsere Region braucht die Fremden und den Fremdenverkehr und die Geschäfte sind von Veranstaltungen wie dem Sommerfest und dem Schützenfest abhängig, um überleben zu können. Aber wenn jeder Angst haben muss, von jugendlichen Glatzen aus Krackow, Penkun oder Ueckermünde verprügelt zu werden, haben wir bald nur noch Sozialhilfeempfänger in unserer Region", meinte die Leserin.
Polizei ermittelt
Offenbar aus Ermittlungsgründen, so gestern die Polizei in Pasewalk, sei über den Vorfall noch nicht offiziell informiert worden. Darüber hinaus behalte sich für derartige Fälle die Polizeidirektion Anklam die Öffentlichkeitsarbeit vor. Der zuständige Pressesprecher war dazu gestern nicht erreichbar.
Bürgermeister Bernd Netzel (FDP) bestätigte von dem Vorfall Kenntnis zu haben. Zum Teil sei er in die Ermittlungen einbezogen worden. Für ihn sei es bedauerlich, dass ein derartiges Ereignis erneut ein Fest des Kreises überschattet habe. Die vorangegangenen Stunden mit der Antenne Mecklenburg-Vorpommern Party-Tour seien dagegen in der Stadt äußerst gut aufgenommen worden.
Nordkurier-Pasewalk
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