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09.09.2002
Berliner Ex-Innensenator spricht bei CDU- Frühschoppen in Anklam - Heinrich Lummer kritisiert Bundesregierung und warnt vor dem Islam
Anklam (as). Auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten Bernd Schubert war am Samstag der ehemalige Berliner Innensenator Heinrich Lummer (CDU) bei einem Frühschoppen in Anklam zu Gast, um über Fragen der Innen-, Sicherheits- und Asylpolitik zu sprechen. Nicht nur hiesige CDU-Politiker wie Dieter Markhoff, Karl-Dieter Lehrkamp oder Ex-Landrat Herbert Kautz waren dabei. Auch Bürgermeister Michael Galander und die Polizeichefs Klaus Wils und Rolf Geißenhöner wollten wissen, was der selbst in der CDU nicht unumstrittene 69jährige zu sagen hatte.
Lummer stand immer für eine Politik am rechten Rand der CDU, in Berlin galt er als der "Mann fürs Grobe". Zuletzt war er 1998 in den Schlagzeilen, als ihm mit einer Delegation des Hamburger Vereins "Die Deutschen Konservativen" die Einreise nach Israel verweigert worden war. Lummer ist dort Ehrenvorsitzender, Chef ist Joachim Siegerist, der 1995 wegen Aufstachelung zum Fremdenhass verurteilt wurde. Lummer schreibt auch für die ultrarechte "Junge Freiheit".
Auch in Anklam hielt Lummer nicht hinterm Berg. Er kritisierte die SPD-geführte Bundesregierung, die auf der ganzen Linie enttäuscht habe, nun aber durch das Hochwasser wieder nach oben gespült werde. Lummer erinnerte an Schröders Wahlversprechen, die Arbeitslosigkeit signifikant zu senken, was nicht gelungen sei. Er beschuldigte die Regierung, das Asylrecht auszuweiten - allein durch die "Homo-Ehe" könnten womöglich bald mehr Menschen nach Deutschland einwandern, aus Thailand zum Beispiel. Eine weitere Zuwanderung lehne er unter anderem ab, weil der "Islam unsere abendländische Identität kaputtmachen" könne. Sozialhilfeempfänger sollten zu Arbeiten verpflichtet werden, die jetzt noch ausländische Arbeitskräfte erledigen. Die deutschen Kriminalstatistiken hätten sich unter anderem deshalb verbessert, so Lummer, weil die Zahl der Asylbewerber zurückgegangen sei.
Nordkurier-Anklam
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