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22.09.2003
Früheres Polizei-Gebäude als Asyl-Heim im Gespräch - Haus steht seit Abzug der Bereitschaftspolizei aus Anklam leer
Von unserem Redaktionsmitglied Siegfried Denzel
Anklam/Wolgast. Das von der Stadt Wolgast als Asylbewerberheim ins Gespräch gebrachte ehemalige Lehrlingswohnheim der Peene-Werft in der Kronwieckstraße scheint beim Kreis nicht mehr der favorisierte Standort zu sein. Denn für das bisherige Dienstgebäude der in Anklam stationierten Bereitschaftspolizei an der Ecke ist eine neue Nutzung in Sicht: Der Landkreis prüft die Verwendung als Asylbewerberheim; dies bestätigte Landrätin Barbara Syrbe (PDS) auf Nachfrage. Seit dem Abzug der in Anklam stationierten Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei im Mai steht der zu DDR-Zeiten als Verwaltungsgebäude der Melioration errichtete Block leer - während der vom Land 1991 mit der Eigentümerin ausgehandelte Mietvertrag wegen einer mehrjährigen Verlängerungsoption angeblich weiter läuft.
Dies und das nur 100 Meter entfernt gelegene Asylbewerberheim im früheren Hotel "Anklam" haben nun auch das bisherige Dienstgebäude der Einsatzhundertschaft als Kandidaten bei der Standortsuche ins Gespräch gebracht. Anlieger sind eigenen Worten zufolge stutzig geworden, als mehrfach Dienstautos des Kreises vor dem leeren Haus auftauchten und deren Insassen das Gebäude ausgiebig inspizierten.
Auch dem Direktor des Landesamtes für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten, Wolf-Christoph Trzeba, soll das Anwesen bereits gezeigt worden sein. Vom Einverständnis des Landesamtes hängt letztlich ab, ob ein vom Kreis vorgeschlagenes Haus tatsächlich als Asylbewerberheim genutzt werden kann - schließlich trägt das Land die Kosten.
Wie berichtet, ist der Kreis seit weit über einem Jahr auf der Suche nach Nachfolge-Standorten für die bisherigen Heime in der alten Anklamer Möbelfabrik sowie in Garz. Denn die bereits als sicher gegoltene Standortwahl in Wolgast - dort sollte das ehemalige Verwaltungsgebäude der Peene-Werft genutzt werden - scheiterte offenbar an der geforderten Miete.
Nordkurier-Usedom
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