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16.09.2003
Standorte für Asylbewerberheim weiter geprüft - Stadtsprecher: Bessere Integration und gute Nachbarschaft möglich - Ausländeranteil in Ueckermünde gering
Ueckermünde (wei). Der Uecker-Randow-Kreis prüft noch immer Standorte in Ueckermünde, die als Asylbewerberheim geeignet sind. Das Heim soll aus Bellin ins Stadtgebiet von Ueckermünde verlegt werden (Nordkurier berichtete). Bis zum Jahresende wird eine Entscheidung getroffen, teilte gestern Gerd Hamm, Fachbereichsleiter Jugend, Kultur und Bildung beim Landratsamt, mit. Der Landkreis ist angewiesen, das Heim von der Peripherie ins Zentrum der Kommune zu verlegen. Bundesweite Erfahrungen und Studien hätten ergeben, dass dort eine bessere Integration der Ausländer erreicht werde, teilte Pressesprecher Achim Froitzheim mit.
Auch in der Kreisstadt habe sich die Nachbarschaft zwischen Pasewalkern und Asylbewerbern bewährt. "Nun suchen wir nach einer tragbaren Lösung für die Haffstadt", sagte Froitzheim. Zwischen Landratsamt und Stadtverwaltung habe es bereits ein Gespräch gegeben.
Die Ueckermünder Bürgermeisterin hatte bei ihrem Amtsantritt erklärt, alle Einwohner von Ueckermünde in das städtische Leben einzubeziehen. Dies gelte auch für die Asylbewerber. "Das Miteinander ihrer Einwohner ist ein wichtiges Anliegen unserer Stadt. Das heißt auch, offen mit anderen Kulturen umzugehen", sagte der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Kliewe. Das sei nicht immer unproblematisch, aber er halte es für falsch, Konflikte heraufzubeschwören und Ängste zu schüren, wie es eine anonyme Gruppe per Flugblatt zurzeit in der Haffstadt versuche. "Der Ausländeranteil in Ueckermünde ist im Vergleich zu anderen Städten sehr gering", sagte Kliewe. Bei einer interkulturellen Veranstaltung auf dem Ueckermünder Kirchplatz am 28. September stellen Bewohner des Asylbewerberheimes sich und ihre Heimat vor, kündigte Kliewe an.
Nordkurier-Ueckermünde
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