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07.09.2002
Aussiedler-Integration noch weiter fördern - CDU-Kandidat Petters besuchte Familie Knoll
Hagenow Wie leben die Aussiedler in unserer Region? Welche Sorgen und Probleme bewegen sie? Diese und viele andere Fragen bekam die Familie Knoll kürzlich bei einem Gespräch mit dem CDU- Landtagskandidaten Andreas Petters gestellt.
Bis zu ihrer Rückkehr aus Russland wohnten sie im Gebiet Omsk. In diesem Rayon gab es über 100 deutsche Dörfer. Die Stadt Omsk selber beherbergte etwa 130000 Bürger deutscher Abstammung.
Die politische Wende ermöglichte der Familie Nadja und Alexander Knoll die Rückkehr nach Deutschland. Und mit ihnen auch die zwei Söhne und ihre Tochter.
Besonders für Alexander Knoll ging ein großer Wunsch in Erfüllung. In Folge eines Arbeitsunfalls ist er an den Rollstuhl gebunden. Die medizinische Versorgung war sehr schlecht und auch sonst war eine wirtschaftliche Kontinuität nicht erkennbar. "In der Regel war es so, dass wir dass, was wir für's Leben brauchten, auch selber erzeugten. Mit Nachbarn und Freunden wurden dann die produzierten Waren getauscht, bis hin zum Basar in der Kleinstadt Alexandrowka", erklärt Alexander Knoll.
Während für den großen Sohn die Lehre als Kfz-Mechaniker in Schwerin bald ihren Abschluss findet, geht der kleine Sohn in die Hagenower Schule am Mühlenteich. Er besucht gegenwärtig die 7. Klasse. Zu gerne möchte er die russische Sprache erlernen, damit auch er sich bei den kommenden Besuchen in Alexandrowka mit den Verwandten mütterlicherseits verständigen kann. Probleme mit den Schulkameraden gäbe es nicht. Der Junge wird von allen akzeptiert und bringt auch sehr häufig Mitschüler nach Hause.
Eine große Sorge beschäftigt die Familie Knoll aber dennoch: Was wird aus den Kindern, wenn sie mal nicht mehr zur Schule oder in die Berufsausbildung gehen müssen?
Übereinstimmend bringen beide Eltern die Sorge um die hohe Jugendarbeitslosigkeit zum Ausdruck. Sie wünschen sich zu sehr, dass ihre Kinder es mal gut haben werden, dass sie alle Arbeit haben und natürlich nicht zu weit weg von Mutter und Vater leben werden.
Wünsche, die für den Landtagskandidaten verständlich sind, weshalb er auch seine Unterstützung bei der Lösung auftretender Probleme anbietet.
Andreas Petters machte abschliessend deutlich, dass das Beherrschen der deutschen Sprache ein wichtiger Integrationsfaktor sei. Hier müssten die Angebote genutzt werden, damit das Zusammenleben weiter verbessert werden könne.
Schweriner Volkszeitung-Hagenow
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