|
|
|
Presse-Schau
|
|
worüber wird in den Medien geschrieben?
|
|
zurück zu den News
|
|
12.09.2003
Vereitelter Anschlag - Spuren führen nach MV - Ziel war jüdisches Gemeindezentrum in München
Schwerin/München Spuren des vereitelten Anschlagsversuchs von Neonazis in München (wir berichteten gestern) führen auch nach Mecklenburg-Vorpommern. Neben dem 27-jährigen Martin Wiese, der in Anklam geboren ist und lange in Pasewalk lebte, steht auch der 33-jährige Maik P. aus Schwerin unter dringendem Tatverdacht. P. war erst im vergangenen Jahr nach München gezogen. Dort sitzt er nach Angaben der Polizei wegen eines versuchten Tötungsdelikts seit Juli 2003 in Untersuchungshaft. Er soll nach einer Kneipentour am 19. Juli mit einem Kumpanen auf einen vermeintlichen Aussteiger aus der Szene mit Stiefeln eingetreten haben.
Die Ermittlungen zu dieser Tat führten die Polizei zu dem Kopf der Kameradschaft Süd, Martin Wiese, und zu dessen Waffenversteck in seiner Münchner Wohnung in der Landsberger Straße. Dort fand die Polizei neben Schuss- und Stichwaffen 1,7 Kilogramm des hochexplosiven TNT und eine Rohrbombe. "Wir haben einen Sprengstoffanschlag mit schwerwiegenden Folgen verhindert", so Münchens stellvertretender Polizeipräsident Jens Vierig.
Der Anschlag sollte offenbar die Baustelle des geplanten jüdischen Gemeindezentrums in der Innenstadt treffen. Dies hätten einige der Festgenommenen bei ihren Vernehmungen ausgesagt. Die Bombe habe in der Nacht zum 9. November gezündet werden sollen. An diesem Tag soll im Beisein von Bundespräsident Johannes Rau, Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und dem Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, Paul Spiegel, der Grundstein für das Zentrum gelegt werden.
Inzwischen hat Generalbundesanwalt Kai Nehm Ermittlungen gegen die vier verhafteten Neonazis an sich gezogen, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
Thomas Volgmann
Schweriner Volkszeitung
|
|
12.09.2003
Polizei nimmt Ex-Anklamer in München fest
Anklam/München (as/ddp). Die rechtsextremistische Szene Anklams sorgt für bundesweite Schlagzeilen. Am Dienstag wurde in München der 27-jährige Ex-Anklamer Martin Wiese verhaftet. Ihm und drei anderen festgenommenen Mitgliedern der so genannten "Kameradschaft Süd" wird vorgeworfen, möglicherweise einen Sprengstoffanschlag vorbereitet zu haben. Mindestens 1,7 Kilogramm TNT seien dabei sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen die Inhaftierten wegen Verdachts der Vorbereitung eines Sprengstoffverbrechens und eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Außer den 1,7 Kilogramm TNT seien auch noch etwa zwölf Kilogramm anderen sprengstoffverdächtigen Materials, zwei scharfe Schusswaffen, mehrere Stichwaffen, eine Streitaxt, Sturmhauben und verschiedene Schriften gefunden worden, so die Polizei. Außerdem wurde ein Metallrohr sichergestellt, welches das Bayerische Landeskriminalamt auf den geplanten Bau einer Rohrbombe schließen lässt.
Im Zusammenhang mit der Aktion in München wurde auch ein 37-Jähriger aus dem Uecker-Randow-Kreis festgenommen, er ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß.
Nordkurier-Usedom
|
|
diskutieren? auf ins Forum!
|
|