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29.08.2003
Hausdurchsuchung bei Rechten auf Usedom - Polizei stellt Computer sicher - Supermärkte reagieren auf Kritik wegen Schmierereien
Insel Usedom (ure). Die Polizei hat bei einer Hausdurchsuchung bei einem der führenden Rechtsextremisten auf der Insel einen Computer sicher gestellt und Ermittlungen wegen des Verdachtes auf Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Entsprechende Informationen des UsedomKurier bestätigte gestern Direktions-Sprecher Axel Falkenberg auf Nachfrage. Der Betreffende zählt nach Recherchen unserer Zeitung zu der Gruppe, aus deren Dunstkreis die Anmeldung für die ursprünglich für den 6. September vorgesehene Demonstration gegen die Wehrmachtsausstellung in Peenemünde kam und die nun aber ohne Erklärung beim Landkreis zurückgezogen wurde (wir berichteten). Die örtliche Szene hatte sich im Internet heftige Wortgefechte mit dem überregional bekannten Rechten Christian Worch geliefert, der die Demo am 2. August in Peenemünde mitorganisiert hatte.
Die Usedomer Rechten verantworten mehrere Postillen, die regelmäßig in der Region in Umlauf gebracht werden. Im Zusammenhang damit wurde offenbar auch die Hausdurchsuchung angeordnet.
Unterdessen sind erneut Schmierereien auf der Insel registriert worden. So war bis gestern morgen das Mellenthiner Bushäuschen mit Parolen bedeckt. Bürgermeister Diethelm Wiedemann reagierte aber umgehend und forderte einen Gemeindearbeiter an, der die Schriftzüge beseitigen soll.
Die meterlangen Parolen vor zwei Usedomer Supermärkten (wir berichteten) indes prangen nun schon seit einer Woche dort. Nach Bürgerprotesten reagierten aber gestern sowohl Aldi als auch der Plus-Markt. Letztere Kette versicherte, die Schmierereien vorerst übermalen zu wollen, erstere hat nach eigenen Angaben den Auftrag für einen Austausch der Pflastersteine ausgelöst, da die Spezialfarbe anders nicht zu beseitigen ist.
Nordkurier-Usedom
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